Zwangsernährung nach Oberschenkelhalsbruch OP

    • Zwangsernährung nach Oberschenkelhalsbruch OP

      Hallo liebe Nymphenmenschen-

      Unsere Nymphensittiche leben seit ein paar Wochen bei unserer Vogelfreundin bei Gettorf. In einer tollen Voliere mit vielen Kumpels zusammen.

      Honey-Sunny, meine Lieblingsmaus, hatte einen Oberschenkelhalsbruch und wurde 1 1/2 Std. operiert. Danach hat sie etwas gefressen, am nächsten Tag nicht mehr.

      Seit fast einer Woche wird sie beim Tierarzt zwangsernährt, damit sie das überlebt. Wir sind so traurig...

      Habe gerade mit Ulli, unserer Freundin, darüber telefoniert. In der nächsten Woche, mit einem weiteren Telefonat mit einer Vogelspezialistin aus Wahlstedt und der Meinung der Tierärzte in Kiel, müssen wir 3 uns entscheiden was passiert mit ihr.

      Wir wollen sie nicht damit quälen, ohne Ende zwangsernährt über eine Kanüle zu werden. Also absetzen dann uns versuchen, dass die Kleine ihren Lebensmut zusammenpackt und selber frisst.

      Ich sitze hier und weine...

      Mein Lieblingsbirdy...

      Die Zwangsernährung erfolgt beim TA in Kiel, sie haben Honey übers WE mit nach Hause genommen und versorgen sie dort weiter. Die OP war am Freitag, 10.7.20.
      Die Ernährung läuft seit dem 15.7.


      Wir möchten uns nicht von der Lütten verabschieden...Aber, wir wollen sie nicht zu lange damit quälen.

      Ich weiß momentan gar nichts...

      Ich liebe den kleinen Vogel so sehr, deshalb haben wir die beiden auch zu Ulli gegeben. Hier hatten sie zu wenig Abwechselung. Das Männchen konnte Sunny nicht so gut leiden. Vor Monaten ist die Volie in mein Büro im ersten Stock gekommen. Da waren sie aber zu viel alleine, unten hatten sie Angst beim Fernsehen und auch so. Habe mich bemüht, die Birdys weiter zu integrieren, in unser Leben!!!


      Es ist doppelt schwer, da die Kleine nicht mehr hier lebt.

      Wir alle wissen nicht, wie lange Mausi ohne Zwangsernährung überleben könnte. Wie man es hinkriegt, dass sie wieder frisst....

      Unsere Vogelfreundin hat einen Zuchtgenehmigung und viele Jahre Erfahrung mit Nymphen! Deshalb habe wir die Birds auch zu ihr in den Schwarm gegeben. Und dann der furchtbare Unfall in der neuen Volie von Honey-Sunny...

      Morgen will Ulli mit den Tierärzten in Kiel, Dr. Dörsch, sprechen. Auch die Tierärztin in Wahlstedt, Dr. Zsivanovits - Tierärztliche Praxis für Vogelmedizin, soll um einen Meinung gebeten werden.



      Wir wollen sie nicht leiden lassen, aber retten! Es geht uns nicht ums Geld, die Kosten übernehmen wir für die beiden Tiere weiterhin!

      Aber wir denken, dass Honey-Sunny eigentlich eine gute Chance hat. Die OP ist gut verlaufen, aber sie belastet das operierte Beinchen noch nicht richtig.


      Es ist alles zum Verzweifeln.

      Bitte gebt mir einen Rat!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bienchen64! ()

    • Puh, das ist eine schwierige Situation.
      Im Normalfall würde ich sagen, bring mindestens den Partner zu ihr oder hol sie nachhause.
      Denn dass Vögel beim Tierarzt, in fremder Umgebung und ohne den Partner, mit Fressen aufhören , muss nicht sein, aber ist auch nicht ungewöhnlich.
      Und dass sie zuhause und mit Partner dann auch wieder anfangen mit fressen.....
      Das Problem ist , das herausklingt, dass beides nicht ganz klar, ist, die Sache mit dem Zuhause und die Sache mit dem Partner....... ???

      Du sagst, ihr Partner ist nicht richtig ihr Partner..... wie hat sich ihre Beziehung dort in der neuen Haltung weiterentwickelt?
      Manchmal finden Partner gerade im Schwarm dann doch wieder mehr zusammen, manchmal finden sie einen neuen.
      Kann Ulli Dir sagen, welchem Vogel sie am meisten zugetan ist?

      Dann die andre Frage, die nach dem Nachhause holen, was ist gerade ihr zuhause? Oder der Ort ,wo sie sich am wohlsten fühlen würde.?
      In die Außenvoliere kann sie wegen noch nicht toller Belastbarkeit vermutlich noch nicht?
      Müsste dort bei Ulli also in einen ihr vermutlich unbekannten Raum? Evt zumindest mit Vögeln , die ihr Gesellschaft leisten?
      Und bei Dir?.
      Wo war da ihr Zuhause?.
      Wie lang lebten sie schon bei dir? - wenn Du sagst, dort wo sie zuerst waren, Wohnraum, haben sie sich zu sehr gefürchtet?
      Und wie ist es mit diesem Büroraum? Hatten sie sich dort eingelebt?
      Dass sie dort weniger Menschenkontakt hatten, müssen sie ja nicht zwingend unangenenehm gefunden haben, wenn er ihnen im Wohnraum (mit mehr Personen als Dir?) unwohl war, vielleicht, aber nicht ohne andren Vogel, der richtige Ort für eine Rekonvaleszenz?
      Wie war überhaupt ihr Verhältnis zu Dir?
      Wäre es dir vorstellbar, sie bis dahin, wenn sie wieder nach draussen kann, dort zu versorgen? Zusammen mit ihrem Hahn, auch wenn die Liebe nicht riesig ist? Manchmal ist sie bei Krankheit ja doch größer, als es erst scheint. Kann Ulli Dir sagen, ob er sie vermisst?

      Ich würde sagen, die Entscheidung ist nur an dem Punkt eine medizinische bei der Frage, wann sie wieder in die AV kann.

      Und eine psychologische, wo ist der Ort, und welches ist der ihr beistehende Vogel , wo sie bis zur Ausheilung genug neuen Lebensmut bekommen kann, um selbst wieder zu futtern?

      Bei Dir im Büro, bei Ulli?, In einer separaten Unterkunft innerhalb der AV vielleicht sogar?
      Da müsstest Ihr beide klären,
      1.) was Euch beiden möglich ist, und
      2.)was Eure gemeinsame Einschätzung ist, wo (und mit welchem Vogel) sie sich solang am wohlsten fühlt.....

      Das kann ich leider aus allem nicht so heraushören, das ich jetzt sagen könnte: das ist der beste Ort für sie.
      (Nur ein kleines bißchen Bauchgefühl sagt, erstmal mit Hahn wieder ins Büro....aber Ihr kennt sie beide besser. )

      Nur eines ist sehr deutlich für mich: Es gab die letzte Zeit viel Veränderung in ihrem Leben, viel Ortswechsel, soviel, dass sie selbst "denken muss", dies beim Tierarzt ist jetzt wieder ein neuer Ort ohne Zurück.
      Das geht ja schon Vögeln ohne viel Wechsel so.
      Und sie darüber den Lebensmut verloren hat.

      Sie braucht, das denke ich, den Ort und den Vogel, wo sie diesen Lebensmut zurückerlangen kann, und damit sollte nicht zu lang gewartet werden.

      Dass Ihr Frau Zsivanovits als Zweitmeinung heranzieht, finde ich sehr gut, sie hat einen tollen Ruf.
      .
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
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      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
      Saint-Exupéry
    • Immer eine schwierige Entscheidung.

      Kann man sie mit Leckerli oder ihrem absoluten Lieblingsfutter ködern? Roter Hirse und Buchweizen können meine nicht wiederstehen und meinen Jipsi habe ich mit Mini-Bröckchen Käse locken können. Das war wie ein Appetitanreger und danach hat er auch anderes gefuttert (Hirse zumindest).

      Mir hat man mal in der Vogelklinik Gießen gesagt, dass der Glanz aus den Augen geht, wenn es ihnen so schlecht geht, dass das ein "gutes" Signal ist, sie nicht mehr weiter zu quälen... ;(

      Alles Gute für Euch!
      Grüße von Sylvie & Nymphiebande
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      Loulou :engel: (01.01.2012) & Momo :engel: (15.12.2012) & Nele :engel: (26.04.2014) & Jipsi :engel: (03.12.2015)