Dauerbrutigkeit

    • Dauerbrutigkeit

      Hallo liebe Community,

      ich wende mich an euch, weil ich langsam verzweifelt bin.
      Ich habe zwei Nymphensittiche: Kalle, seit 2009 bei uns und Lotte, seit 2010 bei uns.
      Kalle war jahrelang sehr auf mich fixiert, ich war damals der egoistischen Meinung, dass so ein fehlgeprägtes Tier was tolles ist. Heute habe ich dazu eine gänzlich andere Meinung.
      Ziemlich schnell habe ich eingesehen, dass Kalle eine Partnerin braucht - so kam Lotte zu uns. Sie war von Anfang an sehr interessiert an ihm, er aber, durch die Fehlprägung auf mich, nicht wirklich. Jahrelang haben sich beide akzeptiert und haben nebeneinander hergelegt.

      So kam es, dass sie sich letztes Jahr nach vielen vielen Jahren doch verpaart haben. Seit April 2019 wurde gepuschelt und seit August werden fleißig Eier gelegt.
      Anfangs sind wir die Strategie des Austauschens durch ein Plasteei gefahren. Wochenlang haben sie jeweils draufgesessen, sich abgewechselt, waren aggressiv usw.
      Meistens habe ich dann nach 4 Wochen das Ei entfernt (auch als das Interesse verloren gegangen ist), damit wieder "Normalität" einkehrt und die Vögel auch mal wieder was anderes unternehmen als sich um das Ei zu kümmern.

      Hier zu den Fakten:
      - Lotte hat immer um die 4 Eier gelegt, meist im Abstand von 2 Tagen
      - "Brutplatz" war der Käfigboden, dort abwechselnd einfach zwei Ecken
      - seit Anfang des Jahres beobachte ich eine Dauerbrutigkeit - kaum habe ich das letzte Ei entfernt, fing sie ein neues Gelege an
      - im April diesen Jahres, kurz vor Ostern kam es dann zu einer Legenot, die der Tierarzt mittels Massage behoben wurde

      Ich habe damals sehr sehr gelitten und habe mir große Sorgen gemacht, weil ich gesehen habe, dass es Lotte richtig mies ging. Seit dem haben wir folgendes geändert um nicht nochmal in eine solche Situation zu kommen:
      - der Käfig ist komplett umgestaltet und steht jetzt nicht mehr direkt neben dem Fenster, sondern in einer dunkleren, ruhigeren Ecke
      - das Kotgitter haben wir eingezogen
      - Futterumstellung auf Jehl Prärie
      - nach der Legenot habe ich 4 Wochen die Calcium Trinkampullen und MSA gegeben
      - direkte Sonneneinstrahlung vermeiden wir
      - die "hellen" Phasen verkürze ich schon auf das Notwendigste - meistens decke ich sie gegen 11 Uhr auf
      - da sie ganztags draußen unterwegs sind, haben wir alle Höhlen beseitigt bzw. verstellt
      Seit dem Vorfall der Legenot bis heute - ca. 12 Wochen - hat sie keine Eier gelegt.

      Ich bin gerade hochschwanger zu Hause und kann sie natürlich sehr gut beobachten.

      Problem Nummer 1:
      Was mir aber richtig Sorge bereitet, ist ihre Unruhe. Sie schaffen es, 8 Stunden am Stück zu flattern, rumzulaufen, neue Ecken zu erkunden usw. Ein Entspannen mit Schnabel knirschen oder gar Putzen gibt es gerade gar nicht. Früher gab es 2 Stunden Aktivität mit Gepiepe, heute geht das den ganzen Tag. Alsob sie extrem aufgedreht und gestresst sind.
      Sie kommen erst zur Ruhe, wenn ich abends den Käfig abdecke.
      Wir sind natürlich auch sehr gestresst, da Kalle den ganzen Tag am piepen ist. Ununterbrochen, ein Leben im Wohnzimmer ist kaum möglich, weil man einfach genervt ist von seiner Quietscherei. Dazu kommt, dass er natürlich sehr aggressiv ist, weil er seine ganzen Höhlen verteidigt. Wenn er mich beobachtet wie ich eine Höhle verbaue- zum Beispiel die Husse vom Sessel hochklappe, greift er mich sogar an, fliegt mir hinterher oder kommt mit aufgerissenen Schnabel angerannt.

      Problem Nummer 2:
      Lotte hat wieder ein Ei gelegt. Es liegt auf dem Kotgitter und sieht so aus, alsob es herunter gefallen ist. Ich hab so Sorge, dass Lotte extrem gestresst ist, weil sie keinen Nistplatz hat und das Ei einfach ungeschützt "fallen" lassen musste. Wäre es eine bessere Lösung sie an einen Brutkasten zu gewöhnen/zu konditionieren und diesen dann zu entfernen um ein Eierlegen zu verhindern?

      Ich bin wirklich langsam mit den Latein am Ende und bin überfordert.
      Da ich mir demnächst wirklich Ruhe wünsche wegen dem Baby, habe ich ehrlich gesagt schon darüber nachgedacht, beide abzugeben. Ich schäme mich sehr dafür, weil ich sie über 10 Jahre schon sehr lieb habe.

      Kann ich noch irgendetwas machen, außer sie durch Hormonspritzen beim Arzt "ruhig zu stellen"? Eins ist klar: ich möchte aus rationalen Gründen keine Brut und ich wünsche mir wieder Ruhe/Normalität für alle. So ist ein Zusammenleben schwer möglich.

      Vielen lieben Dank vorab.
      Julia
    • oh je, das klingt nicht gut.
      Erst einmal vorweg, es ist bei vielen dieses Jahr besonders schlimm.
      Eine Bekannte hat grad bei zwei ihrer Hennen ein Hormonimplantat setzen lassen (hält länger als die Spritzen , ist aber eine Mini-OP mit kurzer Narkose)
      Ich bin dies Jahr dank der erwähnten Homöopathika (und drastischer Antibrutigkeitsmaßnahmen) zwar - bislang -noch um ein weiteres Implantat für meine eh schon hyperöstrogene Henne herumgekommen, bekomme meine Bande aber auch grad nicht richtig von der Brutigkeit herunter.
      Bei mir sind die Hähne untereinander aggressiv, und man sieht ihnen mittlerweile an, dass sie mit Mausern überfällig sind......
      Die zwei Hennen haben einmal synchron je drei Eier gelegt(bzw. abgeworfen) , einen Monat davor und einen danach gabs bei der Problemhenne zusätzlich ein einzelnes Ei.

      Die Sache mit dem tagsüber dunkler ist ein bißchen ein zweischneidiges Schwert. Natürlich kann das insgesamt etwas dämpfen, aber es gibt auch schneller ein "Bruthöhlenfeeling.
      Mein Doc rät zwar dazu , Birdlamps, die gerne brutig machen, in solchen Phasen zumindest zu reduzieren.
      Aber ich denke, zusätzlich das Tageslicht über die Nachtphase hinaus abzudämpfe, mmmmm...... ein klarer Hell(Tag)-Dunkel (Nacht)-Wechsel könnte auch Vorteile haben, meine Tierheilpraktikerin sieht es zumindest so, und ich halte es für plausibel.
      Grade in der Nicht-Brut-Zeit in Australien, an der wir uns zu orientieren suchen, ist es gleißend hell, wärend sich zu Beginn der Regenzeit der Himmel verdunkelt.

      Du hast schon einige gute Maßnahmen aufgezählt.
      Wie lang ist Deine Nacht-Dunkelphase? . Ich bin da bei 14h (statt normaler 12h) maximal kann man auf 16h gehen.
      Futterumstellung und Kotgitter ist gut.
      Kalziumgabe (und ausreichend Vitamin D , um es zu verstoffwechseln) ist extrem wichtig gegen Legenot.
      Bekommen sie dauerhaft ein Vitaminpräpart? Und viel verschiedene Kalziumangebote zur freien Aufahme? (Sepia, Mineralsteine, Grit, Kalkgrit.....)

      Was meinen nicht besonders schwerfällt, da sie ohnehin wasserscheu sind,ist der Verzicht auf Bademöglickeiten
      ( wobei das bei der Hitze eine Abwägung ist.
      Wenn unumgänglich dann immer noch eher Badeeschale als Dusche, flach und zeitlich begrenzt. . In Australien fliegen sie nur kurz zur Wasserstelle, und gehen kurz zum Trinken mit Beinen und Bauch hinein. Ausgiebiges Baden können sie sich angesichts lauernder Feinde an den wenigen Wasserstellen der Trockenzeit nicht leisten)....

      Ebenso die Sache mit der Frischkost,
      Grün von draussen, besonders eiweißreich und brutanregend , gibt es hier zur Zeit gar nicht. (ausgenommen mal ein frischer Knabberzweig ohne Laub)
      Eiweißarmes wie Gurke oder Möhre dürften sie laut meinem Doc, aber das wollen sie nicht.

      Bei völliger Eskalation (weil hier dann die Hahnenkämpfe auch butig werden) gibt's einen "Lockdown", das heißt,etwa drei Tage nur Käfig.
      Es tut mir in der Seele weh, aber es hat hier etwas Nutzen.

      Zu dem Überdrehen noch eine Frage: Du bist jetzt mehr zuhause als sonst? Sind sie dadurch auch mehr draussen als sonst?.

      Die Situation hatten ja einige durch Lockdown und Home-Office gerade, , und es wird bei verschiedenen Haustieren, auch Vögeln , von Verhaltensauffälligkeiten dadurch berichtet. Dass eine eigentlich positiv empfundene Situation dennoch Stress für sie bedeutet,auf den sie mit Auffälligkeiten (mehrfach auch Rupfen) reagiert haben.
      Schau mal,was sich vielleicht im Tagesablauf der Vögel (ausser der gewollten längeren Nachtruhe)verändert hat, und was passiert, wenn Du es "zurückdrehst", falls möglich.

      Das Legeverhalten Deiner Henne bis zu Beginn der "Maßnahmen " klingt wirklich kritisch, und dass da wieder ein Ei ist, gar nicht schön.

      Ich muss jetzt aber mal nachfragen wie Du es bislang gehändelt hast:
      -Fortnehmen der Eier jeweils gleich, noch warm , nach Legen ? Das mach ich aktuell so. Und hatte dadurch bei diesen Hennen nie ein Vollgelege - würden es mehr als drei oder vier, würde ich ihnen die Eier aber gesammelt in gleicher Anzahl als Plastikeier zum Bebrüten zurückgeben.
      Lässt Du sie ein Gelege vollegen , und nimmst dann , wenn keins mehr kommt, die Eier fort? Das wäre fatal , das Nachlegen logisch.
      Oder lässt Du sie legen und dann beide solange brüten, bis sie das Interesse verlieren? Dann braucht sie natürlich eine Brutecke, um eben brüten zu können und nicht weiterzulegen.Auf dem Kotgitter geht das natürlich nicht, aber ein Kasten würde sie noch einmal mehr antörnen, den lass fort

      Wenn sie nicht schon soviel gelegt hätte jetzt, würde ich leichter sagen, nimm das Ei fort, aber wenn nach einem weiteren fortgenommenen und noch "verschärfteren" Maßnahmen wie einsperren , dann noch ein oder zwei Eier nachkommen, dann nimm das Kotgitter erstmal wieder fort, und gib ihr die Eier zurück (abgekocht oder als Plastikeier )
      Und dann lass sie drauf sitzen , bis sie der Sache überdrüssig werden, hoffentlich.
      (Bei meiner ersten Henne war ein Kasten im Spiel, und die hat schon nach der halben Brutzeit nachgelegt, wenn sich nichts in den Eiern rührte. Sie hat sich fast totgelegt. )
      Wenn Dir das mit dem Fortnehmen zu heikel ist, weil das Gelege zu groß werden könnte, dann nimm das Kotgitter hinaus und lass ihr die Eier in abgekocht oder besser noch in Plastik, (da übersieht man keines)
      So oder so aber :
      Das wichtigste gegen eine Legenot ist die Kalziumversorgung,
      Die solltet du jetzt wieder hochfahren wie beschrieben mit den Kalziumfrubiase-Ampullen und dem Nekton MSA , so wie Du es nach der Legenot gemacht hast.

      Wenn Du etwas mit der erwähnten Homöopathie anfangen kannst, schau
      hier hinein

      Meine Tierheilpraktikerin hat in Absprache mit einer Fachtierärztin und mit der dortigen Homöopathin tatsächlich homöopathische Mittel von Supracell verordnet, drei der endokrinen Mittel, die im täglichen Wechsel gegeben werden. Entgegen der Darstellung auf der HP kann man sie nicht nur als (alkoholische!) Tropfen , sondern auch als Globuli bestellen.
      Auf der verlinkten Seite findest Du eine Bestell-und-Info-Telefonnummer.
      Wenn Du dort um Beratung bittest, wirst du an die mit Supracell kooperierende Tierheilpraktikerin weitervermittelt, die dich beraten kann, welches für deine Henne die geeignete Kombination sein könnte.
      Das kann, aber muss nicht exakt identisch sein wie bei meiner Henne.
      Falls Du die beiden brüten lässt, wäre der richtige Zeitpunkt zum Beginn der Homöopathie dann, wenn sie nicht mehr brüten, aber grad wieder brutig werden - Homöopathie wird praktisch nie "vorbeugend" gegeben, sondern dann, wenn etwas schon begonnen hat.
      Den veränderten Hormonspiegel während der Brut willst du in dem Fall ja gerade ausnutzen, und nicht verändern.
      Solltest Du um schulmedizinische Hormone,ob Depotspitze oder Implantat , nicht herumkommen, heißt es ebenso, erst dann mit der Homöopathie zu beginnen,wenn die Wirkung davon nachhlässt.



      Riskiere aber nichts.
      Wenn es Anzeichen von Legenot gibt, aber auch dann, wenn Eier zu dünn beschalt sind, rau sind, oder sonst etwas ungewöhnliches ist, kontakte schnellstmöglich Deine Fachtierärztin.
      Viel Glück!
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
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      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
      Saint-Exupéry

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karine ()

    • Vielen lieben Dank für eure Gedanken.
      An Homöopathie habe ich tatsächlich schon gedacht, allerdings kenne ich mich nicht wirklich aus. Habt ihr einen Tipp was man da am besten gibt? Komisch finde ich, dass die Mittelchen mit Alkohol sind und das wäre sicher nicht gut, oder?

      Zum Thema Licht: sie haben ca. 7 Stunden Tageslicht, danach muss ich sie wieder abdecken, weil Kalle sonst nicht zur Ruhe kommt. Eine Birdlamp nutzen wir nicht mehr.

      Ich gebe nun seit dem ersten Ei wieder MSA und die Calcium Trinkampullen. Ansonsten haben sie immer Kalk und Grit im Käfig. Ich hatte mal gelesen, dass zeitgleich nicht mehr als 2 Mineralien gegeben werden sollen - ist das richtig? Deshalb nur das Angebot von diesen beiden. Grünzeug gebe ich auch keins mehr weil ich einfach Angst habe etwas zu riskieren.

      Eine Badewanne biete ich auch nicht mehr an. Lotte geht leider ab und zu im Wassernapf baden (ja, sie quetscht sich da rein) - zwar nicht schön, aber für mich kaum zu verhindern, oder ich baue um :hae:

      Und ja, ich bin seit dem Lockdown zu Hause, erst um meine Tochter zu betreuen und nun weil ich im Mutterschutz bin. Dadurch lass ich sie ganztags raus weil ich immer dachte ich tu ihnen damit etwas gutes - ist das vielleicht zu viel des Guten?

      Und zum Händeln der Eier:
      ich habe bis zur damaligen Legenot die Eier immer gegen ein Plasteei ausgetauscht und habe gewartet bis sie das Interesse daran verloren haben. Schön war das aber auch nicht, weil Lotte wirklich wochenlang drauf saß und sich nur um das Ei gekümmert hat. Rausgekommen ist sie in der Zeit fast nie. Naja und dann war es zum Schluss so, dass sie gleich wieder ein Gelege begonnen hat als ich das letzte Ei entfernt habe. Also eine bis zwei Wochen später ging das Drama wieder los.

      Heute hat sie draußen unter einem Beistelltisch ihr zweites Ei abgelegt. Es hat eine glatte Schale und Lotte ist auch noch gut drauf. Ich beobachte natürlich sehr, weil ich Angst habe, dass sich die Situation wieder zuspitzt. Ich fahre jetzt die Strategie es ersatzlos wegzunehmen. Vielleicht ist das besser. ;( Es tut mir natürlich in der Seele weh, aber was sein muss, muss leider sein. Ich denke Ei Nr. 3 und 4 werden die Woche noch kommen. Dann beobachte ich die Situation.
      Wenn gar nichts mehr hilft, muss ich wohl wirklich über eine Hormongabe beim Tierarzt nachdenken, ansonsten ist das hier ein Tod auf Raten und das kann ich mir nicht mit ansehen, das bricht mir das Herz.

      Liebe Grüße
    • Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Ich hatte mal gelesen, dass zeitgleich nicht mehr als 2 Mineralien gegeben werden sollen
      Das ist auf jeden Fall richtig,wenn es sich um vitaminisierte Mineralien handelt, wie das Nekton MSA, weil es dann zu einer Übervitaminisierung kommem kann.
      Es ist auch richtig für Sachen übers Trinkwasser, die der Vogel ja aufnehmen muss.
      Bei Sachen, die man ohne Einschränkungen zur freien Aufnahme anbieten kann , kannst du verschiedenes anbieten. Manche Vögel gehen nur an eine bestimmte Sorte Mineralstein, für sie ist eine Auswahl gut.

      Die Nachtruhe ist gut, das im Wassernapf baden kann man hinnehmen.

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Und ja, ich bin seit dem Lockdown zu Hause, erst um meine Tochter zu betreuen und nun weil ich im Mutterschutz bin. Dadurch lass ich sie ganztags raus weil ich immer dachte ich tu ihnen damit etwas gutes - ist das vielleicht zu viel des Guten?
      Eigentlich gibt es nicht zuviel Freiflug....... .
      Aber komischerwese gab es diese Reaktion von Tieren auf Menschen im Homoffice,.
      Hunde, bei denen man ja auch denkt, sie genießen das mehr an Nähe zum Menschen haben nicht mehr richtig gefressen, Katzen ebenso, Papageien gerupft.
      Eine Tierärztin hat es so interpretiert, dass ihnen eine Ruhezeit von den Menschen abhandengekommen ist.
      Ich bin da nicht ganzsicher.Vielleicht ist es ja auch unsere Anspannung desiespüren? Denn von Urlaubszeiten (ohne Verreisen)hab ich sowas noch nicht gehört - da dann eher danach,wenn zusätliche Freiheit wieder eingeschränkt wurde. ..... Aber egal,auf welche Weise ,die Wirkung scheint bei nicht wenigen Tieren da zu sein.

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Naja und dann war es zum Schluss so, dass sie gleich wieder ein Gelege begonnen hat als ich das letzte Ei entfernt habe. Also eine bis zwei Wochen später ging das Drama wieder los.
      Das könnte ein richtiger Zeitpunkt für die Homöopathe sein, Dazu gleich noch mehr.

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Ich denke Ei Nr. 3 und 4 werden die Woche noch kommen. Dann beobachte ich die Situation.
      Ich kann da schwer was sagen, ob es dann schon über die Grenze geht, oviel, wiesie bereits gelegt hat. . Das hieße,dass du ab Ei5 etwas tätest, bzw. ihr die Eier in Plastik gibst? Kann auf die Entferung nicht einschätzen, ob das schon zuviel ist.
      Hier wurde bei den jetzigen und mit fortnehmen einmal nach de vierten fortgenommenen Ei aufgehört, , zweimal schon nach dem ersten.
      Einmal wa ich unsicher und hab schon nach dem dritten Ei Plastik reingetan - aber das hat meine nicht interessiert (und sie haben mit legen aufgehört).

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Wenn gar nichts mehr hilft, muss ich wohl wirklich über eine Hormongabe beim Tierarzt nachdenken, ansonsten ist das hier ein Tod auf Raten und das kann ich mir nicht mit ansehen, das bricht mir das Herz
      Ja, das waren auch meine Worte bei meiner Merline (und dann bestätigend auch die der Tierärztin), als ich mich bei ihr zur Legedarmentfernung entschlossen habe.
      Ich bin froh, dass es heutzutage diese Hormonbehandlung gibt, die damals noch nicht zur Verfügung stand.....
      Sprich am besten jetzt schon mit Deiner Tierärztin, was sie meint, wann es unumgänglich wird.
      Sie kennt den Zustand Deines Vogels besser.
      (Und sei nicht verwundert, wenn sie beim Thema Eier fortnehmen aufschreit. Ausser bei Nymphen scheint es keine bewährte Methode zu sein,sondern ungebremses Nachlegen zur Folge zu haben Und auch bei ihnen ist es ja indviduell verschieden. Deshalb sagen viele (nicht alle) Tierärzte, dass man das nicht tun soll. )

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      An Homöopathie habe ich tatsächlich schon gedacht, allerdings kenne ich mich nicht wirklich aus. Habt ihr einen Tipp was man da am besten gibt? Komisch finde ich, dass die Mittelchen mit Alkohol sind und das wäre sicher nicht gut, oder?
      Nein ,keinen Alkohol.
      Die Sachen gibt es auch als Globuli, auch wenn das so nicht auf der Seite steht, Das muss man telefonisch klären und bestellen .
      Aber vermutlich hast Du das oben mit dem "Spoiler" nicht gewusst, dass da Text drunter ist?
      Ich kopier es dir nochmal so herein:

      "
      Meine Tierheilpraktikerin hat in Absprache mit einer Fachtierärztin und mit der dortigen Homöopathin tatsächlich homöopathische Mittel von Supracell verordnet, drei der endokrinen Mittel, die im täglichen Wechsel gegeben werden. Entgegen der Darstellung auf der HP kann man sie nicht nur als (alkoholische!) Tropfen , sondern auch als Globuli bestellen.
      Auf der verlinkten Seite findest Du eine Bestell-und-Info-Telefonnummer.
      Wenn Du dort um Beratung bittest, wirst du an die mit Supracell kooperierende Tierheilpraktikerin weitervermittelt, die dich beraten kann, welches für deine Henne die geeignete Kombination sein könnte.
      Das kann, aber muss nicht exakt identisch sein wie bei meiner Henne.
      Falls Du die beiden brüten lässt, wäre der richtige Zeitpunkt zum Beginn der Homöopathie dann, wenn sie nicht mehr brüten, aber grad wieder brutig werden - Homöopathie wird praktisch nie "vorbeugend" gegeben, sondern dann, wenn etwas schon begonnen hat.
      Den veränderten Hormonspiegel während der Brut willst du in dem Fall ja gerade ausnutzen, und nicht verändern.
      Solltest Du um schulmedizinische Hormone,ob Depotspitze oder Implantat , nicht herumkommen, heißt es ebenso, erst dann mit der Homöopathie zu beginnen,wenn die Wirkung davon nachhlässt.

      "

      Ich drück Dir de Daumen, dass Du zum richtigen Zeitpunkt das Richtige tust, (Man weiß es halt nicht immer), und Ihr aus diesem Teufelskreis herauskommt.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
      __________________________

      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
      Saint-Exupéry
    • Lockdown: so wie karine schreibt, denke ich auch, dass viele Tiere sehr sensible auf den Lockdown reagiert haben und zwar auf den damit verbundenen Stress (beziehungsweise die Schwingung, die da allgemein in der Luft lag oder noch liegt)!!! Bei mir hat sich am Tagesablauf nicht wirklich was geändert und meine Hündin ist anfangs sehr sehr nervös gewesen... (mein Rüde nicht, der orientiert sich vielleicht mehr direkt an mir).

      Homöopathie: mich hat der Alkohol bei den Mischungen von suprachell auch irritiert und ich habe dort vor einiger Zeit einmal angerufen. Man sagte mir, dass der Alkohol so schnell verfliegt, wenn man es zB ins Trinkwasser gibt, dass das absolut unbedenklich zu geben sei. Aber andernfalls kann man ja Globuli nehmen ;)
    • Neu

      Hallo ihr Lieben,

      ich wollte mal ein kurzes Update zur Situation geben. Heute habe ich nun das 4. Ei im Käfig auf dem Kotgitter vorgefunden.
      Lotte ist bislang fit und seit ein paar Tagen ruhiger, sie putzt sich häufiger und scheint zufriedener. Sie gönnt sich auch wieder Pausen in denen sie mit dem Schnabel knirscht. Gefühlt lässt sie sich von Kalle immer wieder anstecken und hirscht dann mit ihm rum. Aber das ist sicher normales Paarverhalten.
      Seit gestern bekommen die beiden die SC10 Tropfen von supracell. Ich hoffe, dass das hilft und glaube ganz fest daran. :D
      Hat jemand damit schon gute Erfahrungen gemacht?

      Nach wie vor ist Kalle sehr aufgedreht und sucht ständig neue Höhlen. Haben wir eine beseitigt, wird das nächste ausgeheckt :hammer:

      Nochmal vielleicht zur Erklärung: ich habe bislang es so gehandhabt, dass ich jedes Ei (also ab Ei 1) gegen ein Plasteei getauscht habe. Allerdings hatte ich immer nur ein Plasteei liegen lassen und sie brüten lassen. Ich hatte mir damals erst später 4 gekauft, damit das ein volles Gelege ist.
      Naja und nun probiere ich es mit dem ersatzlosen Entfernen. Ich beobachte die Situation.
      Wenn noch mehr Eier folgen lasse ich ihr ein Plasteei liegen. Dann lieber 4 Wochen Dauerbrüten und kein neues Ei. Ist zwar nicht die schönste Sache aber besser als jeden 2. Tag ein neues Ei.

      Danke nochmal für den Tipp mit zusätzlichen Mineralien, ich habe jetzt zusätzlich noch einen Jodstein reingehängt. Da ist zwar bislang noch keiner rangegangen, wird sicher aber noch passieren.

      Falls die gesundheitliche Lage sich wieder zuspitzt, muss Lotte zum Arzt. Es hilft einfach nichts.
      Wie lange "hält" denn ein Hormonimplantat und muss das dann wieder entfernt werden?

      Ach je, mit der Pärchenhaltung wollte ich nur Gutes bezwecken und nun habe ich seit einem Jahr nur noch Sorgen bzw. Ärger. :S
      Liebe Grüße und noch eine schöne Woche!
    • Neu

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Hat jemand damit schon gute Erfahrungen gemacht?
      Da kann ich Dir nichts zu sagen. Meine bekommen alle zusammen 3 Sachen aus dem Bereich endokrine Mittel im Wechsel und als Globuli, die aber besonders auf die eine Henne abgestimmt wurden. Gerade bei Dir sollte ja auch der Hahn mitbehandelt werden.

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Wenn noch mehr Eier folgen lasse ich ihr ein Plasteei liegen
      du kannst ihr in diesem Fall die Menge der bereits gelegten Eier als Plastikeier hinlegen, sonst muss sie ja auf jeden Fall das Gelege vollmachen, wenn sie durchs Fortnehmen nicht davon abzuhalten sein sollte .
      Wieviel Plastikeier besitzt Du jetzt? 4 oder 5? Besorge besser noch welche dazu, damit Du auch im Falle des Weiterlegens jedes weitere Ei autauschen kannst. . Merline hat bis 7 Eier gelegt, ,allerdings Schwierigkeiten gehabt, auf allen zu brüten, 6 Eier bebrüten ging allerdings problemlos.
      (Wenn Du noch welche brauchst und nicht vor Ort bekommst, am schnellsten ist zumeist Ricos mit liefern .Achtung: hier und bei birdsandmore sind nicht "Großsitticheier" die richtige Größe, sondern "Wellensitticheier": ricos-futterkiste.eu/kunsteier…arien-exoten-f100032.html )

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Wie lange "hält" denn ein Hormonimplantat und muss das dann wieder entfernt werden?
      Das ist individuell total verschieden.
      Eigentlich sollten es mehrere Monate sein , Maximum ist 9 Monate. Bei meiner extrem hyperöstrogenen Henne war es nur 1 Monat. Aber das ist eher die Ausnahme, solange wirkt bei manch anderer Henne schon die Spritze.

      das Implantat ist en Stäbchen aus einem festen Wachs, das mit derZeit selbstauflösend ist. Normal muss es nicht herausgenommen werden.,
      Nur wenn bei solchen Tieren mit extrem kurzer Wirkdauer sollte es beim Setzen des nächsten entfernt werden.

      Sollte es dazu kommen - ich drücke naürlich die Daumen, dass nicht - , dann besprich mit deiner Fachtierärztin, ob beide eine Hormontherapie bekommen sollen, wenn der Hahn da so sehr treibende Kraft ist.
      Das Implantat ist nicht auf Hennen beschränkt, im Gegenteil, eigentlich ist es nur für männliche Tiere zugelassen

      Ki-Ka-Kalle schrieb:

      Ach je, mit der Pärchenhaltung wollte ich nur Gutes bezwecken und nun habe ich seit einem Jahr nur noch Sorgen bzw. Ärger.
      Das muss nicht daran hängen, und falsch ist sie dadurch auf keinen Fall . Vielleicht ist das Liebesglück bei Deinen tatächlich der Auslöser, wenn es jetzt erst losgegangen ist.
      Aber sie hätte auch schon viel eher damit beginnen können.
      Bei mir waren alle Hennen unverpaart, als sie mit Legen begonnen haben.
      (die erste, die sich fast totgelegt hat, ließ sich in ihrer Todesangst vor andren Nymphen nichtmal vergesellschaften):Besonders einzeln gehaltene Hennen werden oft extreme Dauerlegerinnen.
      Sowohl Leute mit einer Henne als Einzelvogel (was nicht sein soll)als auch solche mit Schwärmen von 10 und mehr Vögeln haben das Problem...........

      Die vkTAs hier an der Vogelklinik der Tiho machen besonders die Wohnungshaltung dafür verantwortlich, in Aussenhaltung mit Jahreszeitenwechsel hätten sie nur bestimmte Zeiten der Brutigkeit, und kämen danach wieder davon herunter.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
      __________________________

      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
      Saint-Exupéry

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von karine ()

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      karine: "Die vkTAs hier an der Vogelklinik der Tiho machen besonders die Wohnungshaltung dafür verantwortlich, in Aussenhaltung mit Jahreszeitenwechsel hätten sie nur bestimmte Zeiten der Brutigkeit, und kämen danach wieder davon herunter." Das ist sehr interessant... habe ich noch gar nicht in Betracht gezogen (letztlich natürlich, weil bei mir noch nie eine henne ein Ei gelegt hat... seit 15 Jahren. toi toi toi