Beiträge von Susannah_Mio

    Ich melde mich hier nochmal zu dem Pelletthema, da ich das ja genau so auch durch habe.

    Erfahrungsgemäß muss nur ein einziges Mal der Knoten zum Platzen gebracht werden. Haben sie ein Mal Pellets gefuttert, tun sie es auch immer wieder. Jeder Vogel ist natürlich anders, deshalb funktionieren auch je andere Methoden, aber hier meine Vorgehensweise:

    Nachdem Iwein wieder stabil war und ich keine Angst mehr haben musste, dass er sofort ins lebensbedrohliche Untergewicht rutscht, wenn er mal 1, 2 Tage nicht gut frisst, habe ich einfach Mal alles Körnerfutter entfernt. Morgens und abends gab es 30 Min lang die Körner, den Tag über waren nur Pellets im Angebot. Da wurden sie zunächst auch ignoriert. Der Spiegeltrick - mit dem es ganz viele geschafft haben - blieb hier auch erfolglos. Ich habe dann die Pellets vorgekaut und das sorgte bei meinem verfressenen Vogel Laudine - Iweins Frau - schon für etwas mehr Interesse. Schließlich nahm sie mir ein Pellet aus den Fingern und ich lobte sie dann ganz überschwänglich. Daraufhin zerbröselte und knabberte sie es dann auch, woraufhin ich mich vor lauter Loben fast überschlagen habe. Iwein wurde dann extrem eifersüchtig auf die ganze Aufmerksamkeit und kam dazu und fing selbst an die Pellets zu futtern.

    Pellets werden hier übrigens nur aus ganz großen flachen Schalen oder vom Futterbrettchen gefuttert. Aus den handelsüblichen kleinen Edelstahlnäpfen wollten meine die von Anfang an nicht. Das scheint bei den meisten, die umgestellt haben oder Pellets zufüttern so zu sein. Die Präsentation scheint enorm wichtig für den Fresskomfort.

    Die Umstellung gelang mir mit Nibbles und Crumbels (die kleinste und zweitkleinste Größe) in High Energy. Inwzischen futtern sie am liebsten Small Maintenance. Sie mussten aber erst mit den Kleineren lernen, wie man die Pellets am geschicktesten frisst, wie hart oder weich sie sind etc. An die für Nymphenschnäbel doch recht großen "Small" wussten sie anfangs gar nicht richtig heranzugehen.

    Inzwischen sind die Pellets hier mein Alleinfutter und es geht allen prächtig.

    Ich schreibe das hier nach fast 2 Monaten nochmal, weil ich es für wichtig halte, dass du dran bleibst.
    Mein Iwein hatte ja zwei Mal solche Schübe und als er sich vom ersten erholt hatte und die Pelletumstellung nicht so recht klappen wollte, habe ich es schleifen lassen und letztendlich aufgegeben. Das habe ich sooooo bitter bereut, als er den zweiten Schub bekam, denn dann hatte ich erneut das Problem, dass ich keine Körner füttern konnte, er Pellets nicht wollte, kein feuchtes, weiches Futter angerührt hat und ich ihn mit Brei zwangsfüttern musste, damit er mir nicht verhungert. Ich habe mich damals so sehr über mich selbst geärgert, dass ich nach dem ersten Schub so inkonsequent war und dass diese Inkonsequenz Iwein fast das Leben gekostet hätte. Ich will dir um Gottes Willen keine Angst machen, aber hier trotzdem davon berichten, wie es uns erging, damit andere, die hier lesen, vielleicht aus meinen Fehlern lernen können. :)

    Hallo,

    ich habe das jetzt hier zufällig gelesen und es erinnert mich sehr an die Geschichte meines kleinen Iwein.

    Leider gibt's das hier nicht nachzulesen. Ich versuche es mal zusammenzufassen. Und vorweg: Iwein lebt, es geht ihm (momentan) gut. :)

    Iwein hatte seinen ersten "Schub" im vergangenen August. Plötzlich war er wie ausgewechselt, hat Körner gespuckt und im Kot gehabt und ihm ging es sichtlich schlecht. Ich war mit ihm bei der besten vkTÄ hier im Umkreis und es wurde alles mögliche per Abstrich getestet. Letztendlich wurde nichts gefunden, auf dem Röntgenbild sah man einen extrem vergrößerten Drüsen- und Muskelmagen. Borna wurde getestet und während dieser ganzen Tests und dem Warten auf die Ergebnisse ging es Iwein zusehends schlechter. Auch er verweigerte alles, außer Körner und auch er durfte Körner nicht mehr haben. Weil er dann auch schon auf 72gr runter war, nach wie vor nicht so richtig fressen wollte und sich auch noch eine bakterielle Sekundärinfektion gebildet hatte, entschied ich ihn stationär aufnehmen zu lassen. Rückblickend muss ich sagen, dass das evtl. ein Fehler war. Ich habe ihn also an einem Montag hingebracht und täglich 2 Mal mit der Klinik telefoniert: Dort verweigerte Iwein sein Futter nun komplett, wurde apathisch, putzte sich nicht mehr richtig. Am Donnerstag sprach die TÄ zum ersten Mal das Thema Erlösung an. Am Freitag ging ich ihn besuchen, ich wollte ihn sehen bevor ich über so etwas Furchtbares nachdenke. Da passierte dann das Wunder: Ich kam in den Raum und sofort begann Iwein zu fressen und hat die gesamten 45 Minuten, in denen ich mit der TÄ gesprochen habe weiter gefuttert. Kurzentschlossen gab sie ihn mir mit. Zu Hause hat er dann wieder gefressen, die Körner im Kot waren bereits bei der stationären Aufnahme zurückgegangen und auch das Erbrechen wurde immer seltener. Die Testergebnisse kamen: Borna negativ. Iwein hat sich erholt.

    Medikation in dieser Zeit:
    - AB (gegen die bakterielle Sek.infektion): Baytril
    - Pilzmittel: Vfend
    - Celebrex
    - hochdosiert PT1

    Leider hatten wir im Dezember einen weiteren Schub. Nach dem ersten Schub habe ich mir zwar vorgenommen auf Pellets umzustellen, aber es dann doch schleifen lassen. Dieser Schub war länger, mit Iwein ging es dieses Mal nicht so rapide bergab, dafür stetig. Dieses Mal wurden wieder Abstriche genommen und es wurde der PCR-Test auf Megas in Leipzig gemacht (das ist der zuverlässigere) und wieder wurde nichts gefunden. Nach Wochen ging es Iwein noch immer nicht besser und er hat schleichend abgebaut (meist hat er 1gr alle 2 Tage verloren) und dann kam wieder eine sekundäre bakterielle Infektion drauf. Das haben wir mit Baytril wieder in den Griff bekommen, seine altbewährte Kombi aus Celebrex und Pilzmittel hat er wieder bekommen, zusätzlich habe ich mit Tees und homöopathischen Mitteln versucht, was zu bewirken.

    Mit "weichem" Futter habe ich in dieser Zeit wirklich ALLES versucht. Iwein wollte nichts nehmen außer mal Ei und ein kleines wenig Kartoffeln. Seine Symptome abgesehen vom Erbrechen wurden auch alle besser, er schien sich wieder wohler zu fühlen und wurde immer fitter und frecher, aber nach wie vor Erbrach er nach jedem ausgiebigen Futtern wieder Körnchen und verlor deshalb immer weiter Gewicht oder nahm zumindest nicht mehr zu. Es war grauenhaft anzusehen, der Kleine hat richtig gekämpft was drin zu behalten aber letztendlich kam doch alles wieder hoch. Ich habe dann entschieden, dass langfristig wirklich nur eine Umstellung auf Pellets hilft. Das habe ich wirklich radikal gemacht. Was mir geholfen hat: Laudine und Fin, meine anderen Nymphen, sind Fressäcke. Sie haben die Pellets schnell genommen und Iwein konnte nicht ertragen, dass sie dafür Lob und Aufmerksamkeit bekommen und er nicht. Dann hat er zögerlich auch angefangen sie zu nehmen. Danach hat er nie wieder erbrochen (bis jetzt).

    Zusammenfassend die Medikation und sonstige Maßnahmen beim 2. Schub:

    - AB Baytril
    - Pilzmittel Itrafungol, zeitweise Ampho (während des starken Megaverdachts - das Testergebnis ließ aufgrund der Weihnachtsfeiertage 2 Wochen auf sich warten und so haben wir es einfach versucht), dann wieder Itra
    - Celebrex
    - Traumeel (Trinkwasser)
    - Ingwer-Thymian-Anistee (nach langem rumprobieren war das die Kombination, die die Vögel gern getrunken haben und von der ich mir zumindest einbildete, dass es Iweins Übelkeit lindert)
    - hochdosiertes PT12
    - Zeitweise Metacam (der Vogel hat Schmerzsymptome gezeigt)

    - Umstellung auf Roudybush-Pellets (zunächst High Energy, später Maintenance)

    - was Iwein anfangs noch verdauen konnte (als Hirse, Glanzsaaten etc. schon nicht mehr gingen): Mariendistelsamen und Hanfsaat

    - Medikamente (auch PT12) wurden beim 2. Schub ausschließlich schnabulös verabreicht. Die Kontrolle, was und wie viel aufgenommen wird und drin bleibt ist so einfach höher

    - Medikamente wurden teilweise wieder erbrochen, deshalb bin ich dazu über gegangen, sie in verschiedene andere Flüssigkeiten zu mischen (damit es für den Magen nicht so schlimm ist). Funktioniert haben starker Thymian-Anistee, ungesalzener Gemüsesaft und (nachdem der Megas-Verdacht vom Tisch war) ganz dickflüssiger "gelber Obst- und Gemüsesaft", von der Konsistenz her fast wie ein Smoothie.

    Ich muss wirklich sagen, dass Iwein letztlich die Umstellung auf Pellets gerettet hat. Die Medikamente haben die Symptome und die Sekundärinfektion bekämpft, aber die eigentlichen Verdauungsschwierigkeiten nicht. Der Vogel konnte die Körner nicht mehr richtig verdauen und letztendlich wäre er ohne die Pellets wahrscheinlich beim Futtern verhungert.

    Das meiste, was ich getan hab und die Tierärzte Iwein verordnet haben, hast du ja hier auch schon gesagt bekommen. Allerdings dachte ich, vielleicht hilft ein Erfahrungsbericht aus erster Hand auch nochmal und macht Mut. :)

    Bei mir werden die Beeren auch nicht gefressen. Ich sammle sie dann immer aus dem sonst leeren Napf und werfe sie mit in die Schredderkiste. Zum Zerstören sind sie meinen beiden Experten nämlich gut genug. :lol:
    Da werden sie dann in kleinste Teile zerlegt. Oder rumgeworfen. Je nach Laune. :]

    BHG nehme ich inzwischen. Die Vorbesitzerin hatte Vogelsand auf dem Boden... Aber heute scheinen sie sich schon etwas abgeregt zu haben, nachdem ich alles vom Boden genommen habe, was auch nur den Anschein einer dunklen kuscheligen Ecke erregen könnte (Mineralien und Gemüse-Schälchen, Spielzeug). Oder es lag nur an dem ekeligen trüben Wetter, dass sie heute eher ruhig waren. Sie wollten nicht mal raus. Nur kurz aufs Käfigdach, ein bisschen doof gucken und wieder rein.

    Werd ich machen.

    Am Sonntag kommt nun erstmal die Voliere, damit sie endlich aus diesem furchtbar kleinen Käfig raus kommen. Zu allem Überfluss sind die beiden nun auch noch tierisch brutig geworden. :rolleyes:
    Ich hatte gehofft so kurz nach dem Umzug bleiben sie noch ein Weilchen ruhig, bis hier alles fertig ist... aber die beiden drehen voll auf. Denen reicht momentan schon der Käfigboden. Und viel mit umdekorieren ist in dem winzigen Ding ohnehin nicht... :rolleyes:

    Hey, sorry, irgendwie hab ich deine Antwort übersehen.

    Das Hähnchen ist etwa 6, die Henne zwischen 2 und 3 wurde mir gesagt.
    Ich wollte mit den beiden ohnehin möglichst bald einen vk TA aufsuchen, da beide noch nie in ihrem Leben beim TA vorstellig wurden.
    Allerdings wollte ich sie sich erstmal ein bisschen hier in Ruhe einleben lassen, damit es nicht zu viel Stress in zu kurzer Zeit für sie wird.

    Ich glaube, den beiden könnte auch etwas kühl bei mir sein. Ich habe jetzt angefangen ihnen immer mal wieder Rotlicht anzubieten, was sie auch beide annehmen, sich ~ 10 - 15 min aufwärmen und sich dann wieder von der Lampe entfernen. Als ich sie besichtigt und dann später abgeholt habe, war in ihrem früheren zu Hause extrem stark geheizt.

    Der Hahn ist bis auf das Zittern sehr aufgeweckt und frech. Er ist mir gegenüber schon sehr zutraulich, mag aber keine Hände. Er klettert viel rum, erkundet sein neues zu Hause und balzt sein Mädel an, was das Zeug hält. Er frisst mit großem Appetit (scheinbar kannten die beiden kein frisches Gemüse und stürzen sich nun drauf wie bekloppt) und trinkt auch regelmäßig. Kot sieht normal aus und er schläft auch nicht mehr als normal.

    Es geht eher darum, dass ich 4,5m hohe Decken habe und daher nah oben raus extrem viel Platz. Und irgendwo muss ich meine Sachen ja auch noch unterbringen. Und die Sachen für die Nymphen stehen da auch noch drin. ;) Vielleicht versuche ich auch mal von der Villa Casa die Füße abzusägen... :/

    Es sind 2 Tierchen. Ein momentan flugunfähiger Hahn und seine nicht flugwillige Henne. Aber ich hoffe, seine Federn wachsen nach. Ihr früherer Zimmergenosse - ein Kater - hat ihm viele rausgerupft bei diversen versuchen sie zu verspeisen. -.-

    Ohne jetzt gleich überreagieren zu wollen: langsam mache ich mir Sorgen um meinen neuen Nymphen.

    Der Hahn ist seit heute morgen bei mir. Schon da fiel mir auf, dass er - im Gegensatz zur Henne - zittert. Er frisst, ist nicht apathisch oder hat trübe Augen, er scheint also sonst okay zu sein. Aber: er sitzt "geknickt". Im Gegensatz zu allen anderen Nymphen, die ich bisher hatte, bilden Rücken und Schwanzfedern bei ihm keine gerade Linie.

    Ich dachte erst, dass das mit seinen Gleichgewichtsproblemen zusammen hängt. Er hat nämlich keine schönen langen Schwungfedern mehr an den Schwingen. Aber langsam bekomme ich doch etwas Angst.

    Kann es auch einfach am Stress des "Umzugs" liegen.

    Könnt ihr dazu was sagen? Bilder kann ich nicht machen, die beiden sind doch noch sehr verstört von dem Umzugsstress und mit ner blitzenden Kamera möchte ich sie jetzt nicht belästigen.

    Grüße

    Mhh... schade... :-/

    Falls jemandem noch ein Modell einfällt, welches über die Maße 80 - 70 (T), 110 - 120 (B) verfügt und das keine Füße oder abnehmbare Füße hat, dann meldet euch bitte.

    Oftmals gibt es ja vor allem diese kleineren "Käfige" ohne Füße. Gibt es davon ein vernünftiges Modell, das sich "erweitern" lässt? Sprich, 2 kleinere Käfige gleicher Art zu einem großen verbinden?


    Ansonsten fange ich jetzt mal an mich über Eigenbau-Volieren zu informieren. ^^

    Edit: Die Madeira Double kommt leider nicht in Frage, da sie zu Breit ist, aber über eine zu geringe Tiefe verfügt.
    Die Breite darf 120 nicht übersteigen, die Tiefe sollte nicht größer sein als 80, mindestens aber 70. Höhe ist ohnenhin egal.

    Hallo liebes Forum!

    Ich habe gerade ein kleines Problem beim Umbau für meine Pieper. Ich möchte nämlich eine Voliere auf eine Kommode stellen. Leider haben alle Volieren in einer annehmbaren Größe Füße mit Rollen unten dran, die auch nicht so aussehen, als könnte man sie demontieren (also die Füße, nicht die Rollen.)

    Ich brauche nun aber eine Voliere, die quasi mit dem Unterboden auf der besagten Kommode stehen kann, also ohne Füße.

    Kennt jemand ein gutes Modell, das keine oder abnehmbare Füße hat? Oder weiß jemand ob und wie man die Füße von einer "normalen" Voliere mit irgendwelchem Werkzeug "demontieren" kann?

    Zum selbst bauen bin ich handwerklich leider zu ungeschickt und habe auch keine richtige "Werkstatt" zur Verfügung.... Das würde natürlich alle Probleme lösen...


    Für Tipps bin ich sehr dankbar!

    Grüße,
    Susannah_Mio :wink: