Ich melde mich hier nochmal zu dem Pelletthema, da ich das ja genau so auch durch habe.
Erfahrungsgemäß muss nur ein einziges Mal der Knoten zum Platzen gebracht werden. Haben sie ein Mal Pellets gefuttert, tun sie es auch immer wieder. Jeder Vogel ist natürlich anders, deshalb funktionieren auch je andere Methoden, aber hier meine Vorgehensweise:
Nachdem Iwein wieder stabil war und ich keine Angst mehr haben musste, dass er sofort ins lebensbedrohliche Untergewicht rutscht, wenn er mal 1, 2 Tage nicht gut frisst, habe ich einfach Mal alles Körnerfutter entfernt. Morgens und abends gab es 30 Min lang die Körner, den Tag über waren nur Pellets im Angebot. Da wurden sie zunächst auch ignoriert. Der Spiegeltrick - mit dem es ganz viele geschafft haben - blieb hier auch erfolglos. Ich habe dann die Pellets vorgekaut und das sorgte bei meinem verfressenen Vogel Laudine - Iweins Frau - schon für etwas mehr Interesse. Schließlich nahm sie mir ein Pellet aus den Fingern und ich lobte sie dann ganz überschwänglich. Daraufhin zerbröselte und knabberte sie es dann auch, woraufhin ich mich vor lauter Loben fast überschlagen habe. Iwein wurde dann extrem eifersüchtig auf die ganze Aufmerksamkeit und kam dazu und fing selbst an die Pellets zu futtern.
Pellets werden hier übrigens nur aus ganz großen flachen Schalen oder vom Futterbrettchen gefuttert. Aus den handelsüblichen kleinen Edelstahlnäpfen wollten meine die von Anfang an nicht. Das scheint bei den meisten, die umgestellt haben oder Pellets zufüttern so zu sein. Die Präsentation scheint enorm wichtig für den Fresskomfort.
Die Umstellung gelang mir mit Nibbles und Crumbels (die kleinste und zweitkleinste Größe) in High Energy. Inwzischen futtern sie am liebsten Small Maintenance. Sie mussten aber erst mit den Kleineren lernen, wie man die Pellets am geschicktesten frisst, wie hart oder weich sie sind etc. An die für Nymphenschnäbel doch recht großen "Small" wussten sie anfangs gar nicht richtig heranzugehen.
Inzwischen sind die Pellets hier mein Alleinfutter und es geht allen prächtig.
Ich schreibe das hier nach fast 2 Monaten nochmal, weil ich es für wichtig halte, dass du dran bleibst.
Mein Iwein hatte ja zwei Mal solche Schübe und als er sich vom ersten erholt hatte und die Pelletumstellung nicht so recht klappen wollte, habe ich es schleifen lassen und letztendlich aufgegeben. Das habe ich sooooo bitter bereut, als er den zweiten Schub bekam, denn dann hatte ich erneut das Problem, dass ich keine Körner füttern konnte, er Pellets nicht wollte, kein feuchtes, weiches Futter angerührt hat und ich ihn mit Brei zwangsfüttern musste, damit er mir nicht verhungert. Ich habe mich damals so sehr über mich selbst geärgert, dass ich nach dem ersten Schub so inkonsequent war und dass diese Inkonsequenz Iwein fast das Leben gekostet hätte. Ich will dir um Gottes Willen keine Angst machen, aber hier trotzdem davon berichten, wie es uns erging, damit andere, die hier lesen, vielleicht aus meinen Fehlern lernen können. ![]()