(EINE MEINUNG, DIE SICHER VIELEN NICHT GEFÄLLT)
Gerade als Antwort in einem Thema woanders ausformuliert - aber es brennt mir schon lang auf dem Herzen Und ich hab auch lang gebraucht , für mich an diesen Punkt zu kommen.
Nein,ich habe noch nie angefangen, meine Vögel auf potentiell befruchteten Eiern brüten zu lassen , (Nymphen seit 2005)
Eier werden hier fortgenommen oder gegen Plastik ausgetausch.
Obwohlich mittlerweise einiges über Brut, Zucht, Nothandaufzucht weiß, zumindest theoretisch.
(OT: Ich bin keine Nymphenmama, denn ich bin zum Glück nicht verwandt mit ihnen - sie sind Vögel, ich ein Säugetier, sie sind nicht meine Kinder, denn ich hab nicht das Ei gelegt, aus dem sie geschlüpft sind.Ich bin für sie verantwortlich, aber das ist etwas ganz andres.
Es heißt, sie eben nicht wie Menschenkinder zu behandeln, sondern wie Nymphensittiche. )
Erstmal die Argumentation innerhalb des Zuchtthemas, ehe ich es von aussen ganz in Frage stelle:
OHNE Brutvorbereitung steigt das Risiko von Kükenrachitis und schmerzhaftesten Folgeerkrankungen ganz enorm , das betrifft v.a. Vermehrer und Wohnzimmerzüchtende https://www.facebook.com/merlinundco/po…J9zZHbgMLYkzuQl .
MIT Brutvorbereitung steigt die Eierzahl und damit die Möglichkeit der Komplikationen.
Meine Hennen wären ohnehin zuchtungeeignet (polyostotische Hyperostose, nur durch ein Legeproblem einer der beiden festgestellt.
Wer nicht weiß ,was das ist,sofort Finger weg von Zuchtgedanken. Es würde die Hennen töten.
Zudem: es kostet einiges an Geld und an Untersuchungen, um nur die nötigen Virentests zu machen (ca.350 Euro pro Vogel ), weitere Gesundheitsfaktoren kommen beim Zuchtthema hinzu , natürlich auch das Wissen um die Vererbungslehre,welche Farbschläge Du überhaupt verpaaren darfst etc. Dann die Mindestanforderungen an die Unterkunft: https://www.nymphensittich-wegweiser.net/kaefig_voliere_groesse.html,.
Es gibt Situationen , beiTrennen z.B. da können die Maße nicht immer eungehalten werden.
Bei Zucht ist es unabdingbar
Wenn , ja wenn : Zucht überhaupt sinnvoll wäre.
Derzeit gibt es sehr viel mehr Nymphen auf der Suche nach einem guten Zuhause , als es einigermaßen erträgliche Zuhauses für sie gibt. Solange braucht es ohnehin keinen Nachwuchs.
(die Sexualität wird ihnen ja nicht verboten, nur die Aufzucht von Nachwuchs wie bei jedem/r verantwortungsvollen Haustierhalter*in eben) "Natürlicher Trieb": Wärens nur 5 Küken im Jahr, (was wenig wäre) und die bekämen mit 2 Jahren mit zugeholten blutsfremden Partnern (sonst Inzucht) wieder nur je Paar 5 Küken, ab da dann jährlich , hättest du nach 6 Jahren schon über 350 Vögel .
O.k., es gibt mehr domestizierte Nymphen als Plätze, also verbietet sich die Zucht aktuell generell.
Aber wie ist es bei weniger Tieren?
Wer von Euch hat schonmal entflogene Nymphen (eigentlich 100km/h schnelle Geradeausflieger) enge Kreise um abgespielte Nymphenrufe drehen sehen , auf der Suche nach diesen Artgenossen?
Läppisch enge Kreise von nur 50 Metern Durchmesser?
Nymphen, denen nicht dran gelegen war, draussen zu sein (die betroffene Lady ließ sich recht gut sichern)
Wieviele von uns können ihnen also auch einen nur annähernd artgerechten Flugraum geben von weit mehr als 50 m Durchmesser?
Niemand? Ist das fair den Tieren gegenüber?
Sicher, draussen sind sie des Todes, besonders hier in Europa, besonders die nicht wildfarbenen Schlagschläge.
Wir müssen uns also aufopferungsvoll um jedes vom Menschen erzüchtete Tier, das draussen nicht tatsächlich lebensfähig ist, (auch die Stadttauben,auch die "Nutz"tiere) kümmern - und die Nymphen gehören dazu.
Fortpflanzung durch Eifortnahme oder Eiertausch unterbinden, medizinische Versorgung, artgerechtes Futter, soweit möglich - das Futter ihrer Heimat und in seiner Vielfalt , mit dem sie selbst Krankheiten kurieren können, Nährstoffmangel ausgleichen, können wir ihnen leider niemals bieten.
Und nicht weiter züchten - wir können ihren tatsächlichen Ansprüchen niemals gerecht werden.
Nur die schon vorhandenen bei uns bestmöglich versorgen.
DAS ist unsere Aufgabe, solange es domestizierte Nymphen gibt.
Unser Ziel sollte sein, dass es sie langfristig nicht mehr gibt, , weil wir ihnen nie ausreichend gerecht werden können,sondern nur uns bestmöglich - was weit auseinanderklafft. Nur die wilden in Australien. Unddie dort Gepäppelten,die bis zur Auswilderung (oder dauerhaft wegen Handicaps) Uterstützung brauchen.
Keine Zucht ist die einzige Lösung.
Zwischenlösung könnte die Wiedereinführung einer verpflichtenden Zuchtgenehmigung sein., mit mehr artspezifisch erforderlichem Fachwissen, als es bei der alten jemals gab. .
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Bild: Schwuler Hahn auf "Ei-Ersatz", auch schnell entfernt, um Brutigkeitsaggressionen zwischen schwulem Paar und Bi-Hahn zu minimieren.