5 Wochen alten Nymphensittich aufgenommen, füttern,fliegen,klettern.....

  • Guten Abend, ich habe vor 3 Tagen einen 5 Wochen alten Nymphensittich und frage mich nun wie es weiter geht, wollte groben Infos gerne bekommen und Tipps.

    Bis jetzt Füttere ich ihn mit der Spritze 3x täglich mit Nutri Bird A21. Kolbenhirse liegt im Käfig. Wie geht es weiter? Wie lange muss ich ihn mit der spritze Füttern?

    Er Macht Flug übungen im Käfig und erste Versuche außerhalb.

    Allerdings sitzt er ja noch auf dem Boden wann wird er ca auf den Stangen sitzen und klettern?

    Viele Fragen einer neuen liebenden Vogelmutti :smile:

  • Hallo und willkommen.
    Wieso ist es nicht noch bei den Eltern, ist ihnen etwas geschehen?Wenn ja - in welchem Alter des Kükens - und wie lange war es unversorgt? (Falls es ihnen zur "gewollten Handaufzucht weggenommen wurde, lass sie es bitte weiterversorgen , bis es 16 Wochen ist, es muss übers Futterfestwerden hinaus auch Sozialverhalten lernen, die "nymphische Schulpflicht" endet etwa dort . Ein gut sozialisierter Partnervogel ist aberauch danach immer mindestens nötig. )


    Wenn ihnen etwas geschehen ist: Wieviele Nymphensittiche seines Alters und wie viele Erwachsene hast Du im Schwarm?

    Ohne Altvögel kann es kein Sozialverhalten lernen , besser ist es aber, wenn es ZUSÄTZLICH noch Jungvögel hat (auch wenn ich eigentlich gegen Zucht und fürs Adoptieren bin , wird es ja mindesten eine/n gegengeschlechtlichen Altersgenossen/in brauchen - wenn auch nicht so jung, sondern ab 16 Wochen; vorher ist eine Abgabe verantwortungslos und kein/e verantwortungsvoller Züchter*in gibt früher ab) - zum Spielen und zum Erproben des Gelernten, später für eine Partnerschaft. .


    Zu Deinen Entwicklungsfragen : Normale elternversorgte Jungvögel fliegen mit 4 Wochen aus der Nisthöhle aus und kehren dahin nicht zurück (sind also ab dem Moment flugfähig - auch wenn zu Beginn etwas unbeholfen aber das legt sich innerhalb weniger Tage . )
    Sie , werden draußen von den Eltern weiter geführt, und sind dort zwar mit etwa 6 Wochen eigentlich futterfest, betteln aber gern weiter.
    Es gibt vereinzelt Eltern, die ihre Kinder sehr lang darüber hinaus zufüttern , wenn sie keine neuen Küken haben , bis zu einem Jahr.
    (bei Handaufzuchten soll man aber ab voller Futterfestigkeit nicht mehr zufüttern .Der einzige sinnvolle Gebrauch danach von Spritzen ist wassergefüllt zum Medical Training, damit sie im Krankeitsfall Medizin eigenständig aus der Sprize nehmen und sie ihnen nicht eingeflößt werden muss)


    Erfolgt eine Nothandaufzucht bei nicht fütternden Eltern zeitnah, (oder es ist es gar eine gewollte, leider fallen da immer wieder Menschen drauf rein, mir wurde es sogar von einer selbsternannten Expertin empfohlen - das ist unmenschlich und nichts andres als Kidnapping und die Folgen können sehr fatal sein) können sie mit 6-7 Wochen futterfest sein, es kann aber genauso noch vieletliche Wochen länger dauern. Und immer vorausgesetzt, dass andere Nymphen da sind . Selbst unter gleichaltrigen wird ja gemeinsam anderes Futter erprobt, im Schwarm wird von den Altvögeln abgeschaut. Wielange eine isolierte Handaufzucht dauert, ist noch einmal mehr Glücksache .
      
    Von Bedeutung dafür ist natürlich , wielang es unbemerkt schon von den Eltern nicht versorgt wurde und dadurch im Entwicklungsrückstand ist . Ist es 5 Wochen alt, hat aber nur den Entwicklungszustand eines dreiwöchigen , verzögert sich nicht nur der Flugstart, sondern auch die Futterfestigkeit entsprechend. (das nicht Fliegen und nicht Halten auf Ästen sprechen sehr für eine solche Verzögerung)
    Wenn es noch nicht fliegt, sollte es auch auch noch nicht offen draussen sitzen, sondern noch im Kasten. Denn dann sind auch die Augen nicht ans draussen angepasst , was besonders bei Lutinos mit ihrer Neigung vom vorzeitigen Erblinden heikel ist .(und ich meine , solang es noch im Kasten ist, sind es auch noch 4 Fütterungen täglich)
    Achte bitte aufs Gefieder , ob es altersmäßig zurückgeblieben ist (noch viele Federn in Federhülsen, gestutzt sieht es nach Foto glücklichwerweise nicht aus, wobei mitunter nur jede zweite Schwungfeder gestutzt wird, dann sieht mans nicht auf Anhieb)


    Wenns nichts von beidem ist und es es nicht fliegen und sitzen lernt, dann bitte dringend zum Fachtierarzt für Vögel damit !
    Adressen in Deiner Nähe können wir gerne nennnen, wenn Du sagst, in welcher Region Du wohnst.
    Dann könnte sowohl eine Flügelverletzung vorliegen als auch eine Sehschwäche( die bei Lutinos nicht selten ist, besonders, wenn sie zu früh aus den dunklen Kasten genommen wurden , wo sie vor Ausfliegen ja drin sind.) als auch eine Fußfehlstellung durch Kükenrachitis , die das Sitzen und Landen erschwert.

    Erst ausfliegen, dann einige Zeit später erst Futterfestigkeit . (Denn in der Bruthöhle können sie ja nicht futterfest werden, erst an den Nahrungsquellen, die die Eltern ihnen nach Ausfliegen zeigen)
    Spätestens ab der Futterfestigkeit muss die Resozialisation mit mindestens einem normal sozialisierten Paar erwachsener Nymphen und einem gegengeschlechtlichen normal sozialisiertem Jungvogel ab 16 Wochen stattfinden. Früher ist natürlich besser, weil dann Futterfestigkeit von den andren gelernt werden kann.

    Denn wenn Jungvögel ohne Eltern aufwachsen
    (ich hab das durch falschen "Expertinnenrat" in dreifacher Ausfertigung hier sitzen, sie sind 12 Jahre alt und mittlerweile etwas normaler, ganz normal können sie durch das in der Kindheit und Jugend Fehlende nie mehr werden )
    dann lernen sie kein Sozialverhalten sondern sozialisieren sich nur an ebenso unsozialisierten Jungvögeln (oder -allein - gar nicht), Herauskommen kann da ein 1a -Asozialverhalten oder eine zwillingshafte Symbiose, die dann zum Drama wird , wenn einer verstirbt und den neuen Partner nicht versteht.
    Aggressionen ab Pubertät, gegen andre und gegen sich selbst (rupfen und Automutilation), nicht wissen wie Geschlechtsverhalten geht, und eben alles, was die Interaktion betrifft, kann gestört sein.
    Bei meinen gab es blutige Kämpfe untereinander - und als dann normal sozialisierte Hennen dazukamen, brauchte der einzige, den sie überhaupt interessierten, Jahre, um zu lernen,wie besteigen geht. (auch nachträglich sozialisierte Jungvögel schauen das innerhalb von 2 Wochen von den Altvögeln ab)
    Andre Handaufzuchten (besonders in den prägenden ersten 4 Monaten einzeln gehaltene, was ein weiteres Verbrechen gegen einen Schwarmvogel ist) werden nach der scheinbaren Superzahmheit auch aggressiv gegen den Menschen bis hin zu blutigen und tiefen Bissen duch die fehlende Distanz und das fehlende Erlernen nymphentypischer Scheinbisse .
    Also: Die Resozialisation im Alters- und geschlechtsgemischetn Schwarm, in dem er dann auch einen Partnervogel findet ist unerlässlich, wenn man keinen fürs Leben gestörten Vogel haben möchte. Das Erlernen von Futterfestigkeit fördert es auch.

    Zurück zur Futterfestigkeit : Viele probieren zuerst spielerisch Kolbenhirse , manche bieten auch Kochfutter, Keimfutter oder Quellfutter (also weiches Futter) an (aber das nur jeweils kurzzeitig,weil es schnell verdirbt ). Zur Verfügung stehen sollte das Futter also schon ab Ausfliegen/Flugfähigkeit damit es spielend erkundet werden kann, ab wann es dann gefressen wird , entscheidet das Küken.

    Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
    Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
    Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
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    Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
    Saint-Exupéry

    Einmal editiert, zuletzt von karine (25. Oktober 2025 um 17:48)

  • JenniferMee ?
    Hast Du noch mehr Fragen?
    War das alles auf einmal zu viel für Dich?
    Bitte melde Dich wieder.

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  • Hallo, habe die Nachrichten jetzt erst gelesen.

    Ich habe den Vogel von einer privaten Züchterin anscheinend. Er hatte 2 Geschwister die schon verkauft wurden. Saß wohl mit den beiden zusammen in einem Käfig. Die Eltern sollen im Keller gewesen sein mit anderen großsittichen. Besichtigung nicht möglich.

    Da mir der Kerl leit tat habe ich ihn gekauft. Noch ist kein Partner da.

    Er wurde also wohl mit 4 Wochen ca von den Eltern getrennt, keine Ahnung warum.

    Wir wollen das Beste draus machen. Betteln tut er wirklich viel. Fast immer wenn man am Käfig vorbei kommt.

  • Er wurde also wohl mit 4 Wochen ca von den Eltern getrennt, keine Ahnung warum.

    Das klingt nicht nach Nothandaufzucht, sondern nach gewollter Handaufzucht.
    (Ein Artikel dazu, der zum Nachdenken anregt: https://www.dievogelschule.com/sittich-papage…ucht-verhalten/ )
    Weil Handaufzuchten sich gut teurer als superzahm verkaufen lassen (was , siehe oben nicht so bleiben muss, sondern sogar in Aggression gegen Menschen umschlagen kann) und sich die Eltern schnell zur nächsten Brut ansetzen lassen, was für diese natürlich auch übel ist. .
    Beim illegalen Welpenhandel ist dieses zu jung abgeben bekannter , bei Nymphen wissen es meist nur diejenigen, die sich schon länger damit auseinandergesetzt haben.


    Ging mir ja auch so und es klingt sehr ähnlich wie das, was ich im Nachhinein über meine Hähne erfahren habe, (einziger Unterschied, ich habe sie so gerade eben schon futterfest bekommen. und sie waren vor den 4 Wochen schon von den Menschen dort zugefüttert worden.)
    Aber Hanaufzucht macht Arbeit , mittlerweile werden vermehrt Küken "zur weiteren Handaufzucht" abgegeben , oft nichtmal an die Futterspritze gewohnt.

    Bei meinen war es zudem so, dass durch das viel zu häufige Brüten der Eltern (und wohl auch im Keller) die Eier nicht ausreichend mit Kalk versorgt waren, und der Jüngste mit dem am wenigsten kalzifierten Ei ganz offensichtlich eine Kükenrachitis hatte (zu weiche Knochen), sodass ich ihn schon mit Fuß-und Beinfehlstellung bekommen habe. (daran musste ich bei Deinem beim nicht auf Ästen sitzen können denken).
    Durch die Fehlbelastung der Gelenke (auch der gar nicht sichtbaren Hüftgelenke) haben sich von Hüfte bis Zehen Arthrosen gebildet, die mit schon 8 Jahren so heftig waren , dass er einen Entzündungsschub mit Schmerzen hatte, bei denen ich eher an einen Tumor dachte. (-> https://www.facebook.com/merlinundco/po…dpu295DgwxQ48rl )


    Ich weiß nicht, ob diese "Züchterin" ihre Vögel regelmäßig "zur weiteren Handaufzucht inseriert, wenn ja, bitte sammeln und dem Veterinäramt zukommen lassen . (Wenn es ihr nicht mehrfach nachgewiesen werden kann, kann sie sich auf "Nothandaufzucht " rausreden.) Aber auch die Haltungsbedingungen der Eltern dürften von Interesse sein.
    In Österreich sind alle Handaufzuchten ausser Nothandaufzuchten strafbar - aber die regelmäßige Abgabe noch nichteinmal futterfester Küken wird in der Regel auch von den Vetämtern hier geahndet, wenn eine Adresse und genug Beweise vorliegen.
    Selbst Nothandaufzuchten werden bei verantwortungsvollen Züchtern selbst durchgeführt, die Küken dann im eignen Schwarm resozialisiert. (was natürlich nicht funktioniert, wenn die Eltern ihr Dasein in Zuchtkäfigen fristen)

    Jetzt zurück zu Deinem Küken. Bei mir warens ursprünglich 4 Hahnenküken : 3 waren mit etwa 6-7 Wochen "futterfest" (sie fraßen nur Kolbenhirse, den Rest haben sie erst hier gelernt), der vierte aus dem andren Gelege hat über 10 Wochen gebraucht.
    Auf was Du Deines (ausser auf Standard- Krankheiten )untersuchen lassen solltest, habe ich schon oben geschrieben, grad bei Kellerhaltung der Eltern kann es zu vielerlei Knochenfehlstellungen der Küken durch Kalzium- und Vitamin-D-Mangel kommen.
    Ob und in welchem Ausmaß, lässt sich nur durch Röntgen erkennen, , denn bei solchen Haltungen können auch die äußerlich nicht erkennbaren Knochen verbogen sein und zum Beispiel Herz oder Luftsäcke einengen. Da braucht es 2 Röntgenaufnahmen, einmal das Standardröntgen des Körpers (auf dem die Beine/Zehen normal nicht drauf sind) und einmal Beine/Füße , Zehen, wenn es nicht richtig auf dem Ast sitzen kann - das können sie normal in dem Alter. Selbst mein geschädigter Mumm kann es mit Arthrose und einer dadurch versteiften Zehe noch, wenn auch nicht immer sehr sicher, z.B. beim Landen. Allerdings hat er auch Brettchen und einen gepolsterten Schlafnapf, sodass er nicht ständig auf Ästen sitzen muss, sondern es sich aussuchen kann.

    Das mit dem Röntgen muss unbedingt ein Fachtierarzt/ eine Fachtierärztin für Vögel machen, der/die die Bilder auch richtig lesen kann.
    Als ich hier in der Vogelklinik bei Verdacht auf Bruch einer Zehe in den Notdienst kam, der zwar von fertigen Tierärztinnen, aber noch in der Ausbildung zur Fachtieräztin für Vögel (die dauert mehrere Jahre ) durchgeführt wurde, konnten die das Röntgenbild nicht lesen, hielten es für verwackelt. Erst später, als mein Stamm-Fachtierarzt das Bild nochmal anschaute, konnte der sehen, , dass das Bild gar nicht verwackelt war, und die Zehe nicht gebrochen war.
    Bei der Suche nach dem nächstgelegenen Fachtierarzt /Fachtierärztin für Vögel helfen wir Dir gerne, sag bitte bescheid, wo Du so grob wohnst. .

    Eine frühe Diagnose kann in mehrfacher Hinsicht sinnvoll sein: Sollte eine Fehlstellung festgestellt werden, kann es bei einer reinen Beinfehlstellung noch operiert werden (Beispiel: Nanda hatte OP-Termin ), und wenn nicht, musst Du über eine behindertengerechte Einrichtung und einen evt. ebenfalls eingeschränkten Partnervogel nachdenken (Einzelhaltung ist Tierquälerei)
    Selbst mein damals nur leicht eingeschränkter Mumm ist von seinen gesunden Geschwistern gemobbt worden.
    Aber natürlich sollte auch auf Sehfähigkeit (da hat dieser Farbschlag oft Probleme) untersucht werden und auf Flugfähigkeit (wenn es nur im Käfig saß, ,kann auch einfach die Flugmuskulatur verkümmert sein.)
    Und einen Geschlechtsbestimmungstest solltest Du machen lassen. Zwar sind bei diesem Erbgang die Hennen häufiger als Hähne (wenn Du die Eltern hättest sehen können, hätte man durch deren Farbschläge evt. das Geschlecht schon so sagen können), aber sicher ist es nur mit DNA-Test. Das ist wichtig für den künftigen Partnervogel, der unerlässlich ist. Kein Nymph sollte in Einzelhaltung leben müssen, wir Menschen können den Nymphenpartner niemals ersetzen .


    Besser noch wäre ein zusätzliches Paar Altvögel, von denen das Kleine normales Sozialverhalten abschauen kann, , denn für eine gesunde Interaktion mit dem Partnervogel muss es diese vorgelebt bekommen, und das innerhalb des ersten Lebensjahres.
    Das sehe ich an meinen und deren Verhaltensstörungen, das haben auch die normal sozialisierten Junghennen nicht richtig rausgerissen.
    Wenn Dir mehr als ein Paar nicht möglich ist, kannst Du überlegen , ob Du es nach Futterfestigkeit wenigstens einige Wochen zum Lernen in einen Schwarm gibst. Evt. gäbe es sogar Züchter*innen mit Jungvögeln, wo es eine Zeitlang im Schwarm mitlaufen könnte und sich seinen Partner selbst aussucht . Aber das ginge nur bei solchen, die in Wohnungshaltung züchten , (was nicht so viele sind), denn für ein Umsetzen in eine Aussenvoliere ist es jahreszeitlich zu spät. Und es würde voraussetzen , dass das Kleine keine massive Behinderung hat (und keine ansteckenden Krankheiten)


    Also musst Du das nicht sofort entscheiden, an erster Stelle steht jetzt die fachtierärztliche Untersuchung, ob , und wenn ja, welche Behinderungen vorliegen .
    (und ich drücke fest die Daumen, dass es nicht durch Inzucht das seltene, aber unschöne Lutinosyndrom* ist) Danach musst Du dann recht bald für die passende nymphische Gesellschaft sorgen , damit es sich nicht komplett auf Mensch fehlprägt.


    *Symptome Lutinosyndrom :
    Kahlheit am Scheitel (diesen kleinen Gendefekt haben aber viele Lutinos auch ohne Lutinosyndrom)
    Hämophilie: unkontrollierte Blutungen
    Anfälliger für Krankheiten, wirkt geistig behindert oder unterentwickelt
    Mangelnde Koordination, wirkt betrunken
    Fällt nachts von der Sitzstange
    Blutungen an Flügelspitzen, Bauch und Brustmuskulatur, anfällig für Verletzungen und Stürze, viele genetische Probleme
    (hauptsächlich aufgrund von Überzüchtung, insbesondere als diese Mutation noch neu und selten war. Im Allgemeinen sind Lutino-Nymphensittiche heutzutage stärker)


    Die Quelle dafür
    https://beautyofbirds.com/cockatieldiseases/?fbclid=IwY2xjawNq4SxleHRuA2FlbQIxMABicmlkETB2czB5SEZRZ0hGbUIxTnBKAR592ODjxgkBkUGGci-b8Xyj7xuQugRo7BHljPhWB55WOlsRtvwHsSYYEi80DA_aem_FLyVorLS1Mz6qWut2yzHkw

    ist nicht mehr existent.

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    3 Mal editiert, zuletzt von karine (26. Oktober 2025 um 12:26)

  • Auf dem Finger sitzen tut er auch wenn teilweise wackelig.

    In dem Alter sollte es nicht mehr wackelig sein, und ab Ausfliegen aus dem Kasten mit 4 Wochen können sie eben auch fliegen...... bitte lass ihn fachtierärztlich checken.

    Isst Hirse und bekommt brei aus der spritze und vom Löffel.

    Du meinst Kolbenhirse?
    Meist kann man da nicht sicher sehen, ob sie die wirklich fressen, oder nur damit spielen . Aber wenn Du auch mit dem Futterlöffel fütterst, kannst Du da auch Kochfutter untermischen .
    Die fertigen Kochfutter haben für die Löffelfütterung - finde ich - zu große Saaten, aber Du kannst gekochte Speisehirse (die ja für die Verwendung durch den Menschen geschält ist ) mit untermischen - und dann immer weniger lang gekocht.
    Die Eltern füttern normalerweise schon vor dem Ausfliegen mit 4 Wochen auch harte (wenn auch entspelzte) Körner, , das kannst Du damit simulieren und auch diese entspelzte Hirse im Napf anbieten . (auch geschälten Hafer oder Nackthafer. Bei dem siehst Du auch , wenn davon gefressen wurde, sie schaben das weiche Innere aus, und zurück bleibt eine Art Haferflocke. Haferflocken selber aber nicht füttern, sie kleben zu schnell in Rachen und Kropf fest. Die für Wildvögel in Winterfütterung sind deshalb normalerweise geölt) .

    Zum Sitzen versuch es mal auch mit Sitzbrettchen ( https://www.koernerbude.de/koernerbude-si…0-x-2cm-sw10788
    und https://www.koernerbude.de/korkastscheibe…-9-15cm-sw12306
    und https://www.koernerbude.de/kork-sitzbrett…6vXwjaJClsaits_)
    oder breiten Sitzästen:
    ( https://www.koernerbude.de/korkeichen-sit…g-10-cm-sw11584 )
    oder

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  • Als Partner definitiv ein weiteres Kind von mindestens 16 Wochen Alter und aus Naturbrut.
    Einen einzelnen erfahrenen Altvogel dazusetzen macht überhaupt keinen Sinn. Erwachsene Nymphen brauchen erwachsene Partner, mit denen sie dann auch Sex haben - Kleinkinder brauchen Spielpartner (woraus dann idealerweise mehr wird. )
    Wenn das Kleine noch normales Nymphenverhalten lernen soll, dann braucht es aber zusätzlich zum "Sandkastenparter" ein erfahrenes Paar Altvögel , um davon normales Nymphenverhalten lernen.
    Mit nur nur einer Junghenne lernt der Kleine ja nicht, wie Nymphen miteinander umgehen, kann sich der Kleine z.B. nicht das besteigen abschauen, aber auch nuanciertere Formen der Interaktion zwischen zwei oder mehr Nymphen, wie verletzungsfreier Umgang mit Aggressionen etc.

    Das kann das Partnerkind allein nicht leisten. Um Interaktion abzuschauen, müssen ja immer mindestens zwei andre und erfahrene interagieren, damit es sieht, wie sie es tun.
    Ein Ersatz-Eltern- Erzieher- Vorbild-Paar wäre vonnöten, damit das Kleine nicht so verkorkst wird wie meine. (ich hatte ewig lang kein Internet , als mir klar wurde, was sie gebraucht hätten, waren sie schon drei Jahre alt und fünf Vögel, die ich wegen ihrer Verhaltensstörungen zudem auf 4 Quartiere verteilen musste, damit es wenigstens ausserhalb des Freiflugs kein Mord und Totschlag gab..
    Zu alt, um noch genug zu lernen und zu viele, um noch zwei dazuzunehmen, zumal sie den drei Rambos ja auch nicht mehr körperlich überlegen gewesen wären
    Vielleicht würden die beiden (insbesondere der Hahn), das Kleine ja sogar noch wie Eltern führen und ihm in direktem Kontakt Dinge erklären - so wie es normal eben die Eltern tun.


    Aber davor den fachtierärztlichen Check, unbedingt

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  • Es ist halt eine Riesensauerei, dass es "Züchter gibt", die ihre Küken nicht lang genug von den Eltern aufziehen lassen (oder bei Nothandaufzuchten selber resozialisieren.
    Ich kann dir nur sagen, was das Beste wäre , gerade weil meine eignen Vögel dadurch wohl lebenslange Verhaltensstörungen haben werden , weil ich damals niemanden hatte , der mich aufgeklärt hat.


    Natürlich kannst Du es wagen, nur einen ausreichend sozialisierten Jungvogel dazuzunehmen ., aber dann kannst Du eben (grad bei einem Hahn) Probleme bekommen, wenn er älter wird.
    Und es ist einfach meine Pflicht, Dich auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Das soll keine Anpisse sein, aber du wirst ja erwarten, dass ich dich so vollständig wie mir möglich zur Situation aufkläre.


    Wenn Du jetzt entscheidest, nur einen Vogel dazuzunehmen , ist das Deine Entscheidung im Wissen um das Risiko von Verhaltensdefiziten. Die kann ich Dir nicht abnehmen, und ich liebe meine "gestörten ja auch dennoch.


    Aber wenn ich dir das nicht im vorhinein gesagt hätte, , dann könntest Du bei späteren Problemen zu Recht sauer auf mich sein, dass ich Dir das mit der Resozialisation nicht gesagt habe.
    Kümmere Dich (nach der fachtierärztlichen Untersuchung!) zuerst um den etwa 4 Monate alten, im Schwarm oder mindestens durch die Eltern sozialisierten Jungvogel,die fitten Züchter*innen lassen ja nicht das ganze Jahr hindurch brüten und jetzt dürfte so allmählich Abgabezeit sein.


    Das mit den Altvögeln oder nicht, kannst du danach immer noch überlegen., Notabgaben bestehender Pärchen wegen z.B. Allergien der Menschen gibt es ganzjährig.
    In einer für 2 ausreichend großen Voli sollten auch 4 Platz haben, aber sie machen dann nicht nur doppelt soviel Dreck, , man muss auch die möglicherweise doppelt so hohen Fachtierarztkosten mit einplanen, da kann schon einiges zusammnkommen und da sollte man sich tatsächlich nicht übernehmen.
    Das ist auch ein Faktor , den kann ich absolut anerkennen, das habe ich selber unterschätzt.

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