wie kriege ich vögel mit schlechter Ehfarung (aus Tierheim) Handzahm

    • wie kriege ich vögel mit schlechter Ehfarung (aus Tierheim) Handzahm

      Hi Leute, ich habe sei zweiundhalb jahren zwei vögel aus dem Tierheim. Insgesamt sind sie zahm doch vor der Hand fürchten sie sich immer noch. Sie haben ein paar Fortschritte gemacht, aber ich schaffe es einfach nicht sie dazu zu bringen auf meinen Finger oder meine Hand zu kommen. Sie haben halt immer noch Angst vor der Hand. Ich würde mich sehr über ein paar Tipps freuen. Liebe Grüße eure Nymphie-Freundin :) und die zwei nymphies :nymph1: Lukas und Lulu :nymph2:

      :nymphi:
      Meine zwei Rabauken Lulu und Lukas :nymph1: (Lukas) :nymph2: (Lulu) :nymphi:
    • Ich würde einfach nicht erwarten, dass sie das tun müssen - das muss auch nichts mit schlechten Erfahrungen zu tun haben. Meine Hennen sind 6 Jahre, kommen von einer Züchterrin, wo sie ein wenig an die Hand gewöhnt wurden, und kommen beide nicht auf die Hand.
      Es ist einfach ihre Entscheidung.
      Wenn Du aber das Vertrauensverhältnis stärken möchtest, ohne Erwartungshaltung, dann würde ich Dir zum Clickertraining raten.
      Am besten , du besorgst Dir das Einstiegsbuch von Ann Castro dazu, damit Du keine der Anfängerfehler beim Clickern machst.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
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      Saint-Exupéry
    • Vielen Dank. Bei meinen Vögeln ist es aber sicher auch die schlechte erfahrung. Sie haben nähmlich wirklich angst vor der Hand. Sie kommen ja auch aus dem Tierheim. Mir vertrauen sie, aber meiner Hand leider nicht... Aber danke für den Tipp mit dem Klicker, ich werde es mal ausprobieren. In meinem Vogelbuch ist schon die Erwartung das die vögel handzahm sind und es stehen nur tipps zum klicker die mit Handzahmen Vögeln funktionieren. Ich werde mir das buch einmal anschauen :). Viele Dank nochmal. Ich würde dieses Thema mal offen lassen da es sicher noch ein paar andere Personen mit ähnlichen Anliegen gibt.
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    • Das Clickertrainig kann man sogar mit Vögeln machen, die es nicht mit einem in einem Raum aushalten.
      Der positive Verstärker (oft Leckerli) muss nicht aus der Hand gegeben werden, sondern kann auch in einen Napf getan werden. Einem Target-Stick zu folgen, kann für die Vögel stressfreier sein, als sich auf die Hand zu begeben.
      Es gibt Leute, die clickern ihre Vögel berührungslos in die Transportboxen, statt sie fangen zu müssen, .....

      Handzahmheit von Nymphen ist absolut nichts Selbstverständliches und die Angst vor der Hand muss nichts mit schlechten Erfahrungen zu tun haben.
      Die Angst vor der Hand ist der normale Instinkt.
      Es ist eine häufige Erwartungshaltung von Menschen an Nymphen, die aber nicht zwingend der Wunsch der Nymphen ist.
      Zum einen haben sie noch keine so lange Domestikationsgeschichte wie Hund und Katze - oder bei den Vögeln die Tauben.

      Und es werden über süße Youtubevideos oft falsche Erwartungen an ihre Zahmheit vermittelt.
      Das sind oft Handaufzuchten , also Zwangswaisen, die nie artgerechtes Verhalten lernen durfte, denen der Kontakt zum Menschen erzwungen wurde, oft in Einzelhaltung, wo niemand anders zum Interagieren zur Verfügung steht als der Mensch, manchmal noch gestutzt, dass sie sich ihm nicht durch Fliegen entziehen können.
      Ganz arme Socken.

      Nymphen sind im Unterschied zu Hund und Katze potentielle Beutetiere, und wir und unsere Hände sind riesig, unsere Hände noch riesiger als Greifvogelklauen.
      Es ist Instinkt, dass sie diesen Klauen nicht trauen.
      Nur sehr sehr viel Vertrauen kann sie dazu bringen, diese Beutegreiferklauen nicht zu fürchten - bei manchen geschieht es nie. Da müssen keine schlechten Erfahrungen hinterstehen. Viele Nymphen aus dem Tierheim sind Entflogene, manche können wegen Allergie oder anderer Krankheit oder Alter nicht mehr gehalten werden, Beschlagnahmungen aus sehr schlechten Verhältnissen sind gar nicht so unglaublich häufig.
      Nicht jeder Tierheimvogel hat schlechte Erfahrungen gemacht oder ist gar traumatisiert - sicher , die kann es auch geben.
      So wie Du Deine kurz beschreibst (vielleicht magst Du sie ja nochmal ausführlicher vorstellen?), klingt es erstmal nicht ungewöhnlich.
      Aber vielleicht weißt Du ja etwas über ihre Vorgeschichte?

      Ich finde es schon ein Geschenk, dass meine Mädels ab und an mal Futter aus der Hand nehmen.

      Auf der Seite von Ann Castro gibt es einige Artikel und Podcasts zu häufigen Verhaltens -Problemthemen , ich hab Dir jetzt mal verlinkt, was sie zu den Grundlagen des Clickertrainings schreibt (ist aber nicht in der Schritt-für Schritt-Ausführlichkeit wie das Buch) dievogelschule.com/sittich-pap…training/clickertraining/ . Du kannst da aber auch weiter nach andren Themen stöbern.
      Auch auf der Vogelecke von Dagmar Heidebluth, auch Papageientrainerin, findest Du Grundlegendes zu Papageien (-und damit natürlich auch Sittich-)verhalten vogelecke.de/papageienverhalten-fuer-dummies.html
      und zum Training vogelecke.de/i_training.html
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      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von karine ()

    • Danke. Ja ich weiß das die ganz handzahmen Vögel in den ganzen videos meist als ihr Bezugsperson einen Menschen betrachten und nicht einmal einen ihrer Artgenossen erkennen. Ganz so handzahm habe ich es auch nicht gemeint. Ich meinte eher das kein Vogel kreischend und fauchend auf meine Hand losfliegt sobald er sie unerwartet sieht(Damit ist mein Männchen gemeint. Mein Weibchen geht wenn sie auf dem Arm ist schon auch mal auf die Hand. Meistens merkt sie es aber gar nicht und wenn sie es dann merkt zwickt sie erschrocken in die Hand (es tut nicht weh!) und geht schnell wieder auf den Arm. Ganz manchmal geht sie aber auch ganz bewusst auf die Hand weil das ja noch mehr wie eine Fußbodenheizung wirkt als der unterm Pulli versteckte Arm. Mein Männchen geht nie auf die Hand, nimmt aber nach kurzem zögern leckerlies, die auf der flachen hand liegen was wiederum mein Weibchen eher nicht tut. Ich denke das mein Weibhen wirklich schlechte Erfahrungen gemacht hat, mein Männchen wiederum hat sich vieleicht ihr angepasst. Man merkt, das er wahrscheinlich einmal als Einzelvogel gehalten wurde. Aber das Tierheim hat ihn wieder zu einem richtigen Vogel gemacht. Leider weiß ich fast nichts aus der Vergangenheit meiner Vögel, da sie eigentlich aus Hamburg kommen und das Tierheim dort so viele Tiere hatte das es welche an das bei uns abgegeben hat.
      Aber ich finde, das ich echt Glück hatte mit diesem Pärchen. Ich weiß das viele Nymphies aus dem Tierheim meist viel mehr Angst haben und es dann etwas besonderes ist wenn sie auf den Arm kommen. Ich bin wirklich glücklich mit meinen beiden Unruhestiftern ;).
      Die Vogelkrippe haben sie im Tierheim auch noch überlebt, also hatte ich echt Glück. Könntest du mir noch ein paar Leckerlies für das Klickertraining empfehlen ? Ich möchte nicht irgendwas kaufen, da ich mir nie sicher sein kann das z.B. in Vogelbrot kein Zucker oder anderes Schädliches mit reingemischt ist. Die Leckerlies die ich meinen Vögeln anbiete sind meist kolbenhirse und ähnliches, dann noch Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne. Dann gibt es noch so Vögelpopcorn aber das mögen sie nicht so.
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    • und noch ein Frage zu den ringen: Mein Weibchen hat einen silbernen und mein Männchen einen organgenen. Kann man daran erkenne ob sie aus einer Zoohandlung oder von einem Züchter kommen ? Ich weiß das man sich auf das angebliche Alter das die Ringe anzeigen nicht verlassen kann. Ich könnte mal ein paar Fotos schicken
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    • Ich schaffe es heute vermutlich nicht mehr, ausführlich zu antworten, werde es aber, wenn es die Impfreaktion meiner Corona-Impfung morgen es zulässt, so bald wie möglich tun.
      Bitte warte bis dahin noch, bevor Du schon was anfängst.
      Nicht dass Du mit einer falschen Konditionierung beginnst, die dann schwerer wieder auszubügeln ist.
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    • nymphie-freundin schrieb:

      Die Leckerlies die ich meinen Vögeln anbiete sind meist kolbenhirse und ähnliches, dann noch Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne. Dann gibt es noch so Vögelpopcorn aber das mögen sie nicht so.
      Das Problem mit der Kolbenhirse beim Clickern ist, dass es kontraproduktiv wäre, erst den Hirsekolben anzubieten. (positive Verstärkung), und dann wieder fortzunehmen ( also Bestrafung). Immer nur das an Belohnung anbieten, das sie dann auch auffressen dürfen. Allenfalls ein Hirsegnubbel oder einzelne Hirsekörner. .
      Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne sind natürlich sehr gehaltvoll, die dann wirklich in geschält besorgen und in kleinstmögliche Stücke zerteilen. Hier geht bei einem geschälter Hafer noch, zwei fahren leider komplett auf Mariendistelsamen ab. Der eigentliche , auch recht fette Kern ist zwar um Längen kleiner als ein Sonnenblumenkern, aber sie müssen sie selber enspelzen. . Also auch suboptimal.
      Bitte, fang nicht mit dem Clickern an, ehe Du Du Dir das Buch besorgt hast (gibts auch in gebraucht)Das was ich Dir verlinkt habe, ist mehr ein Überblick zum Klickern , Du musst aber die genauen Abläufe peinlich genau beachten, sonst kommt es zu falschen Konditionierungen, die schwer wieder aufzulösen sind.

      Auch beim Target wirst Du rumprobieren müssen. Den Schaschlikspieß haben meine sofort zerlegt. .
      Ich hab auf diese Bambbusspieße mit denen oft Burger zusammengehalten werden, eine kleine Holzperle montiert, in die sie reinbeißen, das funktioniert bei zweien ganz gut.
      Für einen hab ich immer noch kein Superleckerli, er ist da leider sehr unbestechlich.

      nymphie-freundin schrieb:

      und noch ein Frage zu den ringen: Mein Weibchen hat einen silbernen und mein Männchen einen organgenen. Kann man daran erkenne ob sie aus einer Zoohandlung oder von einem Züchter kommen ?
      Auch Zoohandlungsvögel kommen von Züchtern.

      Der silberne wird ein offener ZZF-Ring sein? (kleines z, römisch III für die Ringgröße?). Der farbige ein Jahresring (ja , es kommt schonmal vor, dass Jahresringe auch im Folgejahr noch verwendet werden., was eigentlich nicht so vorgesehen ist. .
      Der Züchter des farbigen Ringes ist vermutlich in einem Zuchtverband wie AZ oder DKB, das Kürzel des Zuchtverbandes steht mit drauf. Aber auch solche Züchter geben (nicht alle) an Zoohandlungen ab.

      Die ZZF-Ringe sind bei Zoohandlungsvögeln besonders häufig, aber es gibt auch Züchter, die sie verwenden und die Vögel direkt vermarkten. Und dann gibts noch die "Phantasieringe", die weder den Anforderungen des ZZF oder einem der Zuchtverbände entsprechen, auch sie meist metallfarben.
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    • Hallo,

      mein Filou trägt einen orangefarbenen Züchterring (geschlossener Ring), der lt. Ringidentifikation besagt, dass er 2010 geschlüpft ist und das hat mir die ehemalige Halterin auch im Alter so angegeben, als ich ihn übernommen habe. Also ist dein Bube wahrscheinlich auch so alt. Die silbernen und offenen Ringe stammen meist aus einer nachträglichen Beringung, wie sie z.B. die Tierheime vornehmen. Das sagt meist nichts aus, d.h. weder Alter noch Herkunft.
      Grüße von Sylvie & Nymphiebande
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      Loulou :engel: (01.01.2012) & Momo :engel: (15.12.2012) & Nele :engel: (26.04.2014) & Jipsi :engel: (03.12.2015)
    • Meine Rasselbande hat auch weitgehendst Schi.. vor der Hand. Zwei Stück, die bedenkenlos aufsteigen. Der Rest geht auf ein Stöckchen, wenn ich sie in die Voliere setzen möchte.

      Filou nimmt meine Hand nur, wenn er sie unbedingt braucht, d.h. meine Hilfe will.

      Joschi habe ich nach nun gut 5 Jahren wenigstens soweit, dass sie auf den Unterarm geht. Doch Haut im Allgemeinen findet sie etwas gruselig. Bei einem Halbarm-T-Shirt steigt sie zwar auf den Unterarm, rennt dann jedoch sofort in Richtung Schulter und somit Stoff. Auf die Hand selbst geht sie nicht. Sie darf ich sogar busseln, wenn sie auf meiner Schulter sitzt und dann neigt sie ihr Köpfchen, damit ich den Nacken mit der Nase durchwuscheln kann, doch wenn ein Finger ins Spiel kommt, ist sie weg.

      Also alles recht "normal"! :) Jeder meiner Nymphen hat seine ganz eigene Persönlichkeit und Vorlieben bzw. Abneigungen.
      Grüße von Sylvie & Nymphiebande
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