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    • Hallo an an hier :saint:
      Ich hab mich heute eingetragen , weil ich schon öfters mal nach Fragen geschaut hatte und finde eure Seite echt Klasse.
      Ich hab seid ca. 3 Monaten eine weiße Nymphensittich Dame (siehe mein Profil Bild)
      daher hab ich mich hier zu euch gesellt.
      Die Süße ist leider noch alleine, soll aber demnächst von einem Züchter eine Henne dazu bekommen.
      Mein kleine Finya ist ca. 1 Jahr alt und Sie ist bereits Handzahm und auch so total lieb.
      Wenn ich nun Fragen habe zu Ihr, wo kann ich diese hier Posten?
      Liebe Grüße Talandra
    • Hallo und willkommen!

      Du kannst spezielle Fragen in den Fachforen wie Krankheiten oder Verhalten stellen, allgemeine Fragen in "Anfänger ........und viele Fragen" . Aber es lassen sich Themen auch immer von uns an den richtigen Ort verschieben, keine Sorge.

      Das ist ja eine hübsche Maus.Wie heißt sie denn?
      Gut, dass sie jetzt endlich (wieder?) einen Partner bekommt. Hatte sie denn, bevor sie zu dir kam, Nymphengesellschaft? Hoffentlich ist sie noch nicht schlimm fehlgeprägt.

      Weißt Du, wie ihre Kumpels aussahen oder ihre Eltern?
      Manchmal gibt es schon früh bestimmte Farbvorlieben, meine Hennen fanden ganz lange den Hahn toll, der aussah wie ihr Papa, obwohl er fest verpaart ist. Wenn man darum weiß, macht das die Suche nach dem passenden Partner einfacher.
      Da das ja wechselseitig ist - könnte es vielleicht mit einem Weißkopfhahn besser klappen als mit einem "bunten" .

      Denn Du solltest ihr einen Hahn als Partner besorgen ,´keine Henne, und er sollte auch bereits erwachsen sein. .
      Sehr innige Hennenpartnerschaften kommen deutlich seltener vor als solche unter Hähnen.
      Und meist- ausser man weiß, man hat einen homosexuellen Hahn - ist ein gegengeschlechtlicher Partner das Beste.
      (Weniger legen tun sie auch in Hennengesellschaft nicht. Das muss man durch andre Faktoren zu regeln versuchen).
      Mit einem Küken/Jungvogel kann ein erwachsener Vogel wie Deine zumeist auch wenig anfangen,.

      Vielleich ist es einfacher, wenn Du im Tierheim nach einem passenden Hahn für sie schaust?
      (Oder wenn Dein Tierheim grad geschlossen haben sollte wegen Corona, bei manchen ist das, bei andren nicht, auch in Abgaberubriken wie e-bay, in Vermittlungsgruppen auf Facebook, in Abgaberubriken auf Foren, und auch in der Partnervermittlun der Federnhilfe: federnhilfe.de/partnervogelvermittlung (da sehe ich auch grad einen Weißkopfhahn - auch wenn Gechlecht unbekannt danebensteht...... )
      Denn zum einen verkaufen Züchter oft Jungvögel, bei älteren Tieren kann es sein, dass sie den Umzug von Aussenhaltung in die Wohnung nicht gut verkraften und auch nur wenig menschengewohnt sind.
      "Superzahm" muss kein Nymph sein, das gibt auf Dauer meist mehr Probleme, weil es eben oft auf Kosten von Verhaltensstörungen erkauft wird, aber wenn er gar keinen Menschenkontakt hatte und Menschen fürchtet, wär das fürs Zusammenleben sicher auch nicht hilfreich.
      Und es gibt schon so viele Nymphen in schlechter Haltung, als Abgabevögel auf E-bay oder im Tierheim.
      Da ist es nicht nötig , immer Neue zu "produzieren".
      Es macht auch nichts aus, wenn der Hahn schon ein paar Jahre älter ist als eine Henne.,# Hähne werden im Schnitt 8 Jahre älter als Hennen.

      Egal , wo Du ihn herholst, vergiss nicht die Aufnahmeuntersuchung bei einem Fachtierarzt für Vögel mit der entsprechenden Zusatzausbildung.
      (Allgemeintierärzte wissen oft erschreckend wenig von Vögeln, speziellere Sachen auch die wenigen,die etwas mehr wissen , nicht) .
      Bis zu den Untersuchungsergebnissen sollte er in ein einem andren Raum untergebracht werden, damit er nichts ansteckendes an Deine Süße weitergeben kann. Danach sollten sie sich erstmal im Freiflug begegnen.
      Unsere Tierarztliste auf der Infoseite ist leider komplett veraltet.
      Wen Du noch keinen Fachtierarzt für Dein Mädel hast, kannst Du sagen, aus welchem Postleitzahlenbereich Du kommst, dann können wir Dir weiterhelfen, wer dort am nächstgelegenen ist.

      Das ist leider nicht immer nah. Während es in Berlin und München sogar mehrere Fachtierärzte für Vögel in einer Stadt gibt, , gibtes auch Gegenden, wo sie sehr rar gesät sind.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
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      Saint-Exupéry
    • Hallo Karina
      Also ich weiß ja nicht wie sehr gut Du Dich auskennst mit Nymphensittiche , bist Du selbst Züchter oder woher hast Du dein Wissen?
      Finya heißt meine süße Weise und Sie ist leider aus einem Wurf wo Sie nur zu zweit war, danach kam Sie gleich zu Wellis.
      Sie hat keine schlechte Erfahrungen gemacht , und ich wollte deshalb eine Henne weil ich keine Jungen aufziehen kann, dafür hab ich leider nicht den Raum bzw das Wissen um mich ausreichend um die Kleinen zu kümmern.
      Einen vernünftigen Tierarzt habe ich hier in der Gegend, der kennt sich sehr gut mit Vögeln aller Art aus, da geht Sie nächste Woche hin. Ihre Krallen sind zu lang und müssen dringend geschnitten werden. So auch soll Sie Mal gründlich nochmal durch untersucht werden.
      Der Züchter den ich kenne wohnt in Ziethen und züchtet sehr professionell schon seid 25 Jahren Nymphensittiche , Wellis , Papageien usw. eigentlich alles an Groß und Kleinvögeln.
      Dort werde ich mir dann auch meinen Nyphie holen in 3 Wochen.
      Ich hatte vor ca. 6 Wochen einen Nymphensittich mir von eBay Kleinanzeigen gekauft gehabt, einen Hahn und hatte leider echt Pech gehabt mit dem Kleinen. Ein kompletter Reinfall, der Kleine kam per Tierversand und als ich ihn aus der Box holte traf mich glatt der Schlag.
      Auf dem Foto bevor ich bekam hatte Er einen sehr schönen Schwanz und als Er bei mir ankam da fehlte ihm der Schwanz komplett.
      Ich rief den vorherigen Besitzer an und fragte was das für ein Vogel sein sollte, darauf meinte Er nur ganz locker : der Vogel hätte sich den Schwanz abgebrochen und vergessen es mir zu sagen.
      Ich ließ ihn dann untersuchen , setzte ihn erstmal in einen anderen großen Käfig seperat zu meinen Kleine zum Kennenlernen und wartete 3 Wochen ab. In den 3 Wochen tat sich aber nicht viel zwischen den beiden, meine Kleine suchte immer den Kontakt zum Hahn, aber Er biss Sie immer und war angriffslustig usw. Zusätzlich schrie Er fast den halben Tag und rupfte sich teilweise die Federn aus. Zu Menschen hatte Et daher auch überhaupt kein Vertrauen und schreckte auf sobald man sich den Käfig näherte, das war schon echt schlimm.
      Ich versuchte dann auch garnicht erst den Hahn zu meiner Finya zu setzen, da Er eh nicht gut auf Sie zu sprechen war. Dann fand ich den Züchter im Netz auf einer sehr guten Information hin von meinem Freund und rief dort an um ihm den Hahn vorbei zu bringen.
      Er hat ihn nun bei sich um den Kleinen wieder auf die Beine zu helfen, weil Er bei mir sich einfach nicht wohl fühlte.
      Ich hab schon gute Kenntnisse mit Nymphensittiche, hatte schon mal zwei gehabt vor fast 20 Jahren und die beiden hatten es immer echt gut bei mir.
      Der Kleine Kerl hatte eben einen schlechten Vorbesitzer und daher bin ich was eBay Kleinanzeigen angeht nicht sonderlich gut drauf zu sprechen.
      • Hier im Tierheim in Itzehoe bzw Elmshorn, sind zurzeit auch leider keine Nympies , außerdem wären die eh als Päärchen dann im Tierheim und selten als Einzelhaltung.
      Nun, soviel dann erstmal zu dem was ich erlebt hatte bisher.
      Ich möchte einfach nicht das meine Finya noch sehr lange alleine bleibt, daher Versuche ich natürlich auch noch woanders mich rum zuhorchen.
      Eventuell ergibt sich ja doch vorher noch was, bevor der Züchter sich meldet wegen einem neuen Nymphensittich.
      Nur durch diese Erfahrung mit dem Hahn, ist Sie natürlich nun auch etwas vorgeprägt und ich möchte ihr nicht zum zweiten mal einen Nymphensittich holen mit dem Sie sich aufgrund der schlechten Erfahrungen des Nympies der dann kommt aus schlechten Verhältnissen komplett einen Knacks bekommt.
      Ich will ihr Vertrauen einfach nicht verlieren, denn Sie ist schon zahm (nicht zu sehr zahm, das hab ich immer vermieden) aber doch so das Sie zu mir kommt wenn Sie mag und sich anfassen lässt ohne zu beißen wenn Sie zum Tierarzt muss.
      Hoffe Du verstehst meine Bedenken Karina?
    • 1.Teil
      Ja, es stimmt, auf e-bay kann man auch sehr reinfallen, wenn man keinen geübten Blick hat.

      Wobei das mit dem fehlenden Schwanzgefieder sehr nach einer Schockmauser klingt.
      Waren die Schwanzfedern sichtbar abgebrochen oder haben sie ganz gefehlt?
      Erwischt man beim Einfangen einen Vogel unglücklicherweise nur am Schwanz, (oder klemmt der in einer Tür ein) kann es geschehen, dass er die Schwanzfedern abwirft.
      Das ist ein Schutzmechanismus, hat ihn in der Natur ein Fressfeind am Schwanzgefieder, rettet der Abwurf sein Leben. .
      Solche abgeworfenen Federn wachsen aber relativ schnell wieder nach.

      Nein ich züchte nicht - aus Überzeugung.
      Aber Züchter mit Fachwissen gleichzusetzen, funktioniert auch nur bei einigen wenigen von ihnen.
      was ich weiß und was nicht

      Was ich über Nymphen weiss, sind nicht nur meine eigenen Vögel , sondern ich bin in verschiedenen Gruppen und Foren und habe manches gelesen.
      Ich bin ganz bestimmt nicht allwissend, das weiß ich und das sage ich auch , wenn ich auf etwas keine Antwort weiß.
      Das geht z.B. schnell bei komplexen Fehlprägungen, bei medizinischen Dingen rate ich natürlich immer zum Fachtierarzt
      Oder auch bei sehr umstrittenen Themen wie der idealen Beleuchtung - da kann ich dann nur die verschiedenen Positionen wiedergeben.
      Ich habe lediglich in den letzten Jahren soviel an Wissen zu Nymphen sammeln versucht , wie es mir möglich war.
      Für meine eignen Vögel , und um andre HalterInnen hier und anderswo in manchem beraten zu können.
      Ganz besonders aber sind es meine vielen Fehler, die ich gemacht habe, die mich antreiben, andre Menschen und Vögel vor ähnlichen Fehlern zu bewahren.


      Wozu ich etwas sagen kann? Einiges Grundätzliche zu Haltung, Verhalten, Ernährung, Brut und Brutverhinderung, Geschlechtsbestimmung bei den Farbschlägen, wo das möglich ist, etwas Vererbungslehre, da wo ich zu Brut und Aufzucht etwas nicht weiß , hole ich mir bei Notfällen Hilfe, rate von Brutplänen aber grundsätzlich ab (es kann zuviel schief gehen, und es gibt zu wenig gute Plätze für zu viele Nymphen). Etwas Sozialisation und wie sie gestört werden kann.
      So gut es geht, nach dem aktuellen Kenntnisstand. Denn gegenüber der Haltung von vor 20 Jahren oder noch länger hat sich schon einiges an neuem Wissen eröffnet.
      Ich hab diese 20 Jahre alten "Ratgeber"noch hier, und vieles an ihnen ist furchtbar aus heutiger Sicht.

      Was ich definitiv nicht kann, ist, konkrete Clickertrainingspläne für verhaltensgestörte Vögel zu entwickeln, dafür gibt es eine Handvoll spezielle Papageientrainerinnen in Deutschland, die sich regelmäßig international weiterbilden.
      Oder große Schwärme zum Resozialisieren.
      Was ich auch nicht kann, ist bei Krankheiten mehr zu tun , als zum Fachtierarzt zu raten, den nächstgelegenen herauszufinden, und Dinge an der Diagnose und Behandlung vielleicht etwas zu erklären.
      Und Züchter kenne ich tatsächlich nur zwei Handvoll -eine Handvoll zum Abraten, eine Handvoll, die das Wohl der Vögel im Rahmen dessen, DASS sie züchten, ernstnehmen. .
      Soviel zu mir.
      Du kannst Dich aber gern auch gleichzeitig in andren Gruppen und Foren zu Deinen Themen umhören.
      Mehr Menschen, die sich mit demselben Thema beschäftigen, wissen zusammen auch mehr, oder beleuchten bestimmte Themen noch einmal anders. .
      Es gibt noch das größere Nymphensittich-Forum.net (nymphensittich-forum.net/forum/wcf/ ), es gibt auf Facebook die Nympensittich-Freunde-Gruppe und die Nymphensittich-Liebhaber-Gruppe, es gibt noch allgemeinere Vogelforen- und Gruppen.
      Ich nenne diese, weil es auf Facebook leider auch ein paar andre gibt, die in meinen Augen hoch gefährliche Ernährungsratschläge geben - Wildpflanzen, die zu Vergiftungen führen können zum Beispiel.
      Das wird bei den genannten Gruppen und Foren nicht geschehen - oder wenn, nur von einigen Migliedern, die schnell von andren korrigiert werden


      Manches was ich gleich schreibe, mag hart für dich klingen.
      Bitte versteh es nicht als Angriff, sondern als Versuch, Deiner Süßen eine gute Vergesellschaftungsmöglichkeit zu geben.

      Ich kann Dir weiter nur dringend dazu raten, einen erwachsenen Hahn dazuzunehmen.
      Echte Hahnenpaare sind nicht ganz selten. Echte Hennenpaare sind es .
      Deine Henne hat trotz Fehlens eines Hahns in der wichtigen Jugendphase offenbar gezeigt, dass sie Interesse an einem Hahn hat.
      Das ist unglaublich viel wert und nicht selbstverständlich .
      #

      Talandra schrieb:

      Sie ist leider aus einem Wurf wo Sie nur zu zweit war, danach kam Sie gleich zu Wellis.
      Sie hat keine schlechte Erfahrungen gemacht
      Sie hat ab dem Zeitpunkt KEINE Erfahrungen gemacht mit Nymphen, und das ist keine neutrale Erfahrung, das IST eine schlechte Erfahrung.
      Denn keine Erfahrungen mit Artgenossen als Jungvogel sammeln zu können, ist nicht gut, es fehlt ihr etwas ganz wesentliches nachdem sie von Eltern,Geschwistern und womöglich weiteren Schwarmmitgliedern getrennt wurde.
      Weißt Du wie alt sie da war? Wieviel Zeit sie hatte, um Nymphenverhalten zu lernen?-
      Einzelhaltung (das war auch die Zeit mit den Wellis), das ist prinzipiell keine gute Voraussetzung , weil ihr Teile der Sozialisation fehlen. So ein Vogel kann unbeholfen mit Artgenossen interagieren, weil er Teile der Interaktion nicht gelernt hat.
      Wenn sie hoffentlich lang genug Zeit mit andren Nymphen vor ihrer ersten Abgabe verbracht hat- 3-4 Monate, heißt das aber nicht,dass sie nicht zu vergesellschaften wäre. Das ist noch mit Vögeln nach 30Jahren Einzelhaltung zumindest im Schwarm geglückt.
      Aber wie gut sozialisiert sie schon war, bevor sie zu den Wellis kam, das wirst Du erst bei einem echten Vergesellschaftungsversuch sehen. Einen Hahn in einem Käfig hinzustellen und ihn nicht hinauszulassen,ist keiner(das ist zumindest, was ich hinauslese - waren sie gemeinsam im Freiflug, ist es noch einmal etwas andres, dann kann es viele Gründe gehabt haben, weshalb sie nicht miteinander klar gekommen sind - die Möglichkeiten können Seiten füllen)
      Ich erklär Dir weiter unten noch mal, wie es sinnvoller ablaufen kann.


      Nachwuchs gibt es bei einem gegengeschlechtlichen Paar nicht, wenn Du es nicht zulässt.

      Nicht immer lassen sich bei Hennen Eier vermeiden, auch wenn man alle Faktoren der Brutigkeit bestmöglich ausschaltet.
      (nichts, was an Nisthöhlen erinnert, eine gute, magere Kost, ausreichend Nachtruhe , (etwa 12h), bei erhöhter Brutigkeit Fortlassen von Bademöglichkeit, von Frischkost, Verlängern der Nachtruhe).

      Ich hatte und habe immer auch Hennen ohne Hahnenpartner. Sie legen leider genauso Eier wie mit einem männlichen Partner.
      (leider, weil das Legen zu vielen Komplikationen führen kann, mitunter lebensgefährlichen)
      Bei zwei Hennen dann auch im Doppelpack.
      (meine zwei haben vor einem Monat synchron gelegt)
      Oft kann das Fortnehmen der Eier verhindern, dass ein Gelege vollgemacht wird. Brütenlassen sollte man nur dann , wenn die Henne weiter legt.

      Und das ist problemlos auf Plastikeiern möglich. Das ist die gängige Verhütungsmethode bei Nymphensittichen.

      Man bekommt bei nur einem Pärchen ganz sicher keine Küken, wenn man gelegte Eier entfernt oder austauscht.
      Die einzige gefährliche Situation besteht bei einer Urlaubs- oder Krankenhausvertretung, die die Vögel nur zum Füttern sieht und es dadurch nicht mitbekommt.
      (Das gilt oft aber ebenso für Krankheiten.)

      Ich kann Dir natürlich nicht vorschreiben , wo Du den Partner für Finya herholst. Dass es bald sein sollte, da stimme ich Dir absolut zu .
      Versand finde ich auch immer ungünstig, Du solltest ihn Dir einerseits schon vor Ort anschauen können.
      Zudem nimmt es manche Vögel schon sehr mit.
      Immerhin sind sie da meist 20Stunden drin unterwegs, meist nachts in einem Zwischenlager - umgeben von andren Tierarten. Das kann schon hochgradig verstören
      .
      Normal sitzen auch in Tierheimen statistisch mehr Hähne als Hennen - im Einzelfall kann es natürlich anders sein..
      Die werden auch meist allein abgegeben, wenn eine Henne vorhanden ist und die Bedingungen für das Tierheim stimmen.
      (diese Bedingungen können von Tierheim zu Tierheim sehr verschieden sein, es gibt auch welche, die nur oder bevorzugt in Aussenhaltung abgeben)
      Das Tierheim Hamburg-Süderstraße hat eigentlich immer Nymphensittiche zur Vermittung - grad auf dem Bild , das aber sicher nicht aktuell ist, sieht man das Übergewicht der Hähne. (hamburger-tierschutzverein.de/…f-19-4754-f-19-6614-f-19-)
      Wie genau dort die allgemeinen Abgabekriterien sind, und wie es aktuell wg. Corona mit Vor-Ort-Besichtigungen aussieht, das steht dort nur so allgemein, dass Du es bei Interesse telefonisch erfragen müsstet.
      Übrigens ist bei Tierheimen oft ein gegengeschlechtlicher Partner verpflichtend, (eine Henne würde, wenn es mal eine einzelne gibt, sicher bevorzugt zu einem Hahn abgegeben) aber ebenso, dass Du Dich verpflichtest, den Aufnahmevogel keinen Nachwuchs haben zu lassen.

      Ein Züchter, der so viele verschiedene Arten gleichzeitig züchtet, macht mich zumeist eher misstrauisch. Aber ich kann speziell zu diesem nichts sagen.

      Falls Du - woher auch immer der Vogel kommt - die Wahl hast, würde ich Dir zu einem Weißkopfhahn raten, eben weil Nichtweißköpfe mit Weißköpfen schon mal fremdeln können.
      Und die Vergesellschaftung solltest Du ein wenig anders angehen.
      Das gleich in Teil 2
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      Saint-Exupéry

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von karine ()

    • Teil 2


      Talandra schrieb:

      Ich ... setzte ihn erstmal in einen anderen großen Käfig seperat zu meinen Kleine zum Kennenlernen und wartete 3 Wochen ab. In den 3 Wochen tat sich aber nicht viel zwischen den beiden, meine Kleine suchte immer den Kontakt zum Hahn, aber Er biss Sie immer und war angriffslustig usw. Zusätzlich schrie Er fast den halben Tag und rupfte sich teilweise die Federn aus
      Das ist leider nicht optimal gelaufen -unabhängig davon, ob der Hahn eine blöde Vorgeschichte hatte, , ob er fehlgepägt war, ob er traumatisier war(dazu reicht bei manchen Vögeln ein Versand) oder ob er ein ganz Normaler und eher Sensibler war.

      Lese ich es richtig heraus, dass der Hahn die ganze Zeit im Käfig war? Für nur den Fall gilt, was ich weiter schreibe,.
      War er dagegen mit Finya zusammen im Freiflug, gibt es andre Grüne für sein Verhalten. Aber sehr sehr viele mögliche.

      Angenommen, er war die ganze Zeit im Käfig, dann nähme sein Verhalte nicht Wunder .
      Was erwartest Du , was sich zwischen den beiden tut, wenn Du einen der beiden in für ihn neuer Umgebung eingesperrt lässt?
      Natürlich reagiert nicht jeder Vogel gleich auf so eine Situation, aber für einen etwas ängstlichen oderurchdie Art der Übersiedlung verstörten Vogel hast Du ihm keine Chance gegeben.
      Wenn ein Vogel nichts als seinen Käfig hat, ist das sein Rückzugsraum.
      Wenn ein ihm fremder Vogel diesen Rückzugsraum von aussen belagert, dann ist es nicht zwingend, aber verständlich, dass er sich verteidigt und durch Gitterbeißt.
      Das kommt hier durchaus auch vor. .
      Ich glaube, hättest Du sie nach etwas nebeneinanderstehen beide gleichzeitig hinausgelassen, hätte er sich anders verhalten.
      Dass er geschrien hat, ist kein Wunder - gleichzeitig eingesperrt ohne direkte gleichberechtigte Kontaktmöglichkeit zu einem Artgenossen. Sein Rupfen zeigt entsetzliche Verzweiflung.
      Ob er schon vorher gerupft hat, oder bei Dir begonnen hat, das wirst Du anhand des Gefieders wissen.
      Ich dringe da nicht weiter in Dich ein.
      Ich hab hier den ersten Vergesellschaftungsversuch ähnlich versemmelt, weil ich es da noch nicht besser wusste und weil es zwei Dinge gab, die überhaupt nicht passten zwischen den beiden.
      Eines war , dass ich vermutlich versucht hab, eine Henne (der Vogel war noch in dem Alter, wo mans optisch nicht klar unterscheiden kann)zu meiner eigenen Henne zu setzen .... damals mit ähnlichen Überlegungen wie Du jetzt ,.......
      Es geht mir also nicht ums verurteilen - nur darum, dass Du diesen Fehler nicht noch einmal machst.
      Und nicht noch meinen mit den vermutlich zwei Hennen dazu.

      Vergesellschaftung nach Aufnahmecheck.
      Bevor Du die Ergebnisse des Aufnahmechecks erhältst, sollte "der Neue"in einem andren Raum untergebracht werden.
      Denn es gibt Dinge, die sich schon über Kot-und Gefiederstäube übertragen wie z.B. das Circovirus , das die Immun - und Gefiedererkrankung PBFD auslöst, oder bestimmte Chlamydien , mit denen die Psittakose übertragen wird.
      (auf letztere sollte immer untersucht werden im Aufnahmecheck.)
      In der Zeit -wenn nichts behandlungsbedürftig ist, so 3-4 Tage-, wird er sich ein wenig an den Quarantäne-/Krankenkäfig gewöhnen und weiß dann, wo es dort Futter gibt.

      Wie ist Finja untergebracht : Voliere mit Freiflug in einem Wohnraum oder Vogelzimmer? Oder reines Vogelzimmer ohne Voliere?
      Wie groß ist ihre Unterkunft?
      Ich mach den Ablauf mal mit Voliere und Freiflugzeiten, weil es das häufigste ist:
      Wenn Du ihn nach unaufälligen Ergebnissen zu Finya übersiedeln kannst, musst Du schauen, wielang du die zwei nebeneinander stehen lässt, und wann du sie beide hinauslässt.
      (nur Finya hinauszulassen wäre wenig glücklich, s.o.. Lässt es sich wegen irgendwas nicht vermeiden, dann sollte er aber nicht länger als ganz wenige Tage noch dort drin bleiben . Sehr viel glücklicher wäre aber gleich der gemeinsame Freiflug.)

      Im Freiflug begegnen sich die beiden auf etwas neutralerem Terrain. Wenn Finya zurück in ihre Voliere geht , wirst Du sehen, ob er ihr da bereits folgt und sie es zulässt (idealerweise hast Du sie kurz zuvor umgestaltet [noch idealer wäre eine , die für beide ganz neu ist] sodass sie etwas weniger "Heimvorteil" hat, und dass von jeder Art Napf mindestens die doppelte Menge vorhanden ist. Beim Futter kann die Liebe selbst bei innigen Paaren enden..... .)
      Folgt er ihr beim ersten Freiflug noch nicht, musst Du warten, dass er in seinen Quarantänekäfig zurückkehrt, der möglichst nah und in gleicher Höhe (Schlafast zu Schlafast) von Finyas Volie steht.
      Dann musst Du die nächsten Freiflüge, immer gemeinsam, abwarten, bis er ihr in die Volie folgt .

      Noch ein Wort zu Tierärzten .
      Ich hatte zu Anfang selber gar nicht gewusst dass es spezielle Fachtierärzte für Vögel gibt, die dafür eine mehrjährige Zusatzausbildung machen - nur dass mein damaliger , schon langjähriger , Allgemeintierarzt, der für einen solchen schon sehr vogelerfahren ist, keine Blutuntersuchungen machen konnte,weil seine Labore nicht auf Vogelblutwerte spezialisiert sind .
      (Dass der in der Klinik, der das kann, diese spezielle Zusatzausbildung hat, das wusste ich damals noch gar nicht.)
      Und nach 8 Jahren der Haltung, dass nach Gabe einer Wurmkur etwas entsetzlich schiefgelaufen ist; tödlich schiefgelaufen für meine heißgeliebte Merline.
      Erst mit Internet und dadurch in Foren und Gruppen erfuhr ich die Sache mit der Zusatzausbildung, und sah auch immer wieder, dass Vögel bei Ärzten ohne diese Zusatzausbildung oft nicht richtig behandelt wurden.
      Entweder schon in der Diagnose
      (ein häufiges Beispiel ist, dass bei schlechtem Gefieder oft Milbenmittel auf Verdacht gegeben werden,- natürlich schaut auch der Fachtierzt , ob dort Milben sind, aber findet er keine, erwägt er vielleicht, dass geröntgt wird, um z.B. nach Organschäden als Ursache zu schauen,oder über die Ernährung und Supplementierung gesprochen wird, je nach Schadbild z.B. auch auf PBFD getestet wird.)
      oder dann beim Verschreiben von Medikamenten, bei denen oft nicht die richtigen Dosierungen gewählt wurden.
      Gerade an falsch dosierten Wurmkuren sind schon so viele Nymphen gestorben.
      Ich weiß nicht, wie spezialisiert dein Tierarzt auf Vögel ist, welche Ausbildung oder Weiterbildungen er dazu hat.
      Was ich weiß, ist dass die wohl Dir nächstgelegenen Fachtierärzte einerseits diejenigen in Hamburg sind (Da hab ich Frau Dr.Schmoock und Frau Kneidl-Fenske im Kopf, aber ich meine, es gibt noch mehr, wenn Du möchtest, suche ich sie Dir heraus...) und in Schleswig -Holstein selber Frau Zsivanovits in Wahlstedt (vogeltierarzt-wahlstedt.de/), zu der auch viele HamburgerInnen mit ihren Vögeln fahren.
      Wenn Du Fragen zur Aufnahmeuntersuchung selber hast, was man unbedingt untersuchen sollte, was optional, dann frag gerne.
      Es ist jetzt nur schon so lang geworden - und so spät.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
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      Saint-Exupéry

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von karine ()

    • karine hat alles so detailliert geschrieben... da kann ich nur zustimmen und sagen, lies es genau und überlege es Dir dann noch einmal, ob Du wirklich eine Henne von einem Züchter nehmen möchtest.

      Ganz praktisch füge ich noch einmal die entscheidende Vorteile des Abgabevogels hinzu:


      - man vermeidet es, den Verkauf von Lebewesen zu unterstützen (kein Profit mit Tieren!!!!)

      - man hilft den Tieren, die dringend ein neues Zuhause brauchen (und davon gibt es mehr als genug... so dass man auch hier eine große Auswahl hat)

      - man hat so die Möglichkeit, im Voraus Informationen über den Charakter und das Geschlecht der Tiere zu bekommen

      PS: weil es immer wieder mal falsch verstanden wird: Henne und Hahn dürfen Sex haben...
      sie legen dann meist trotzdem keine Eier, wenn sie keinen Platz für ein Nest haben ;).
      Die von karine oben genannten Tipps helfen zusätzlich die sogenannte Brutigkeit einzugrenzen.