neue Vergesellschaftung

    • neue Vergesellschaftung

      Hallo ihr Nymphi-Wissenden,

      wie würdet ihr in folgendem Fall vorgehen:

      Die Henne (rund 17 Jahre alt) meiner Eltern ist gerade verstorben. Es war schon lange klar, dass meine Eltern aus Altersgründen keine neuen Nymphis mehr aufnehmen und der dann allein zurück gebliebene Vogel in meinem Schwarm (6) integriert werden soll. Leider ist es jetzt soweit und ich würde gerne wissen, was wohl am besten wäre.

      Soll der kleine Mann erst einmal verarbeiten, dass er jetzt alleine ist oder soll ich ihn so schnell wie möglich zu mir holen?
      Mit seinem alten Käfig, bis er von allein bei mir mit den anderen in den Käfig einzieht oder gleich ohne den alten gewohnten Käfig zu mir nehmen?

      Was meint ihr? Die beiden Nymphen waren ihr ganzes Leben zusammen und haben ausschließlich bei meinen Eltern gelebt. Allerdings kennt der kleine Mann meinen Schwarm und meine Wohnung und natürlich mich, da die beiden zur Urlaubszeit immer zu mir gekommen sind.

      Liebe Grüße
      Rossini
    • Hallo, wie traurig.

      Rossini schrieb:

      Soll der kleine Mann erst einmal verarbeiten, dass er jetzt alleine ist
      Ich hoffe, fürs erste Verarbeiten hatte er die Möglichkeit, sich von der Henne zu verabschieden?
      Sie also lang genug tot gesehen hat.
      Dass er sie nicht noch sucht.
      Dann würde ich schon sagen, baldmöglichst.

      Das weitere Vorgehen hängt davon ab, ob Du ihn noch vogeltierärztlich checken lässt, bevor er zu Deinem Schwarm kommt, und da Ergebnisse abzuwarten sind.
      Ist die Todesursache der Henne denn klar? Irgendeinen blöden Keim können sie sich immer auf irgendwelchen Wegen einfangen und falls er den auch hätte , nur noch nicht ausgebrochen, dann wär ja nicht nötig, dass er Deinen Schwarm ansteckt.

      In dem Moment, wo er nirgends mehr in Quarantäne sitzen muss, dann darf er auch zu Dir.
      Allein sollte er so kurz wie möglich sein.
      Ich hab grad letztens bei der Sicherung einer Henne mitgeholfen, die direkt einen Tag nach dem Tod des Hahns entflogen ist. Und komplett an abgespielten Nymphenrufen abdrehte.
      Ich finde, das sagt schon viel.

      Ich würde es so machen, wie er es von den Malen, die er da war, kennt.
      Denn das ist schon ein enormer Vorteil gegenüber denen, die sonst den Partner verloren habe und noch das Zuhause verlieren - dass das Neue so ganz neu nicht ist für ihn
      Dann am besten erstmal so , wie er es kennt (und die Deinen).
      Vermutlich ist das mit eignem Käfig?
      Und dass er das Tempo selber bestimmen kann, wann er bei den andren einzieht, aber Rückzugsraum hat, falls er den braucht.
      Denn wenn er jetzt allein kommt, könnten sich die Hähne bei Dir ja auch anders ihm gegenüber verhalten.....ich kenne Deine Schwarmstruktur ja nicht.
      Sind die andren 6 denn alle verpaart, oder gibt's Singles /Singlehennen im Schwarm?

      Im zweiten Fall dann beobachten und Zeit lassen.Wenn es ganz andre Farben sind als seine Verstorbene und sie ihn gar nicht interessieren, wär ein Henne im Farbschlag der Verstorbenen trotzdem überlegbar....

      Wenn alle feste monogame Partner haben, dann sollte möglichst bald eine Henne für ihn her.
      Im Idealfall derselbe Farbschlag wie die Verstorbene - es sei denn im Schwarm wird eine andre Farbe noch mehr bevorzugt.

      Wenn es wie bei vielen kreuz und quer geht, kann mans erst mal anders beobachten wie er sich darin verhält. .

      .
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
      __________________________

      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
      Saint-Exupéry
    • Hallo Karine,

      vielen Dank für deine prompte und ausführliche Antwort.

      Es ist so, dass es in meinem Schwarm eine Single Henne gibt. Ich hatte für meinen eigenen Witwer ein Henne dazu geholt, aber seit drei Jahren ignorieren sie sich gegenseitig.

      So wie du auch sagst, werde ich den alten Käfig mitnehmen und ihn entscheiden lassen, wann er zu den anderen in den Käfig geht.

      Der Hahn konnte sich von der Henne verabschieden, da er aber alleine ist, ruft er recht ausgiebig. Wenn meine Mutter da ist, geht es, aber wir haben heute besprochen, dass er in den nächsten Tagen zu mir umziehen wird.

      Die Henne war schon seit Jahren behindert und ist jetzt vermutlich verunglückt. Daher ist ziemlich sicher keine ansteckende Krankheit Schuld.

      Vielen Dank für deinen Zuspruch, ist gerade ziemlich doof.
    • Rossini schrieb:

      Vielen Dank für deinen Zuspruch, ist gerade ziemlich doof.
      :trost:


      Ich drücke die Daumen, dass er gut mit dem Schwarm klarkommt, vielleicht sogar die Single-Henne mag.
      Wenn letzteres nicht turbomäßig geschieht, kann es zwar auch sein, dass er weiter ruft, das machen ja auch Trauernde im Schwarm.
      Aber vielleicht bringt ihn die Umstellung ja auch auf andre Gedanken.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
      __________________________

      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
      Saint-Exupéry
    • Hole ihn schnellstmöglich. Bei meinen ist immer schon nach 24 Stunden die Suche ausgebrochen und es wurde sogar sich selbst gegen das Beinchen gehackt.

      Meine letzten beiden Zugänge wollte ich 24 Stunden in einem separaten Käfig neben der Voliere behalten, damit sie sich gewöhnen können. Beide wollten jedoch nach dem gemeinsamen Freiflug gar nicht mehr in ihren alten Käfig zurück, sondern ich habe sie dann mit schweren Bedenken, zu meinem Minischwarm in die große Voliere gesetzt und mich seelisch-moralisch auf eine sehr unruhige Nacht gefasst gemacht. Beide Male war totale Stille und man hat geschlafen. Der separate Käfig wurde nur noch - von allen - betreten, um die dort platzierte Kolbenhirse zu plündern. :thumbsup:

      Alles Liebe für Euch und seinen Neustart in Deiner Gruppe! So schön, dass er dort einziehen darf.
      Grüße von Sylvie & Nymphiebande
      ----------
      Loulou :engel: (01.01.2012) & Momo :engel: (15.12.2012) & Nele :engel: (26.04.2014) & Jipsi :engel: (03.12.2015)
    • Jetzt ist der kleine Max seit gut einem Monat hier und ich kann ein bisschen berichten, wie er sich eingelebt hat. In dem Moment wo er bei mir eingezogen ist, hat er nicht mehr gerufen.

      Gleich vorweg muss ich dazu sagen, dass Max‘ „Schwager“ in meinem Mini-Schwarm lebt. Das hat den kleinen Mann in den ersten Tagen doch etwas verwirrt. Max hat ihn wohl für seine verstorbene Frau gehalten ;)

      Wie gemeinsam überlegt, haben wir seinen alten Käfig mit ins Zimmer gestellt, direkt an die Seite meines Käfigs. Nachdem er rausgeflogen war, ist er mit den anderen gleich am ersten Abend in den großen Käfig gegangen. Ein einziges Mal ist er in der darauf folgenden Woche zum Fressen in seinen alten Käfig gegangen, so dass wir den alten Käfig bereits knapp eine Woche später wegnehmen konnten.

      Da Max‘ Henne flugunfähig war, ist er in der letzten Zeit selbst nicht mehr viel geflogen. Daher war es für ihn bei mir dann erstmal sehr anstrengend, da ich zum Teil sehr gute Flieger bei mir habe.

      Wie immer wenn sich die Schwarmzusammensetzung ändert, muss jeder im Schwarm wieder seinen Platz finden— da sind sie noch dabei. Meine Single Henne scheint, zumindest bis jetzt, leider nicht interessant für Max zu sein. Ich denke, dass er mittlerweile verstanden hat, dass sein „Schwager“ keine Henne ist. Interessant ist jedoch , dass er anfängt, die anderen Hähne nachzuahmen. Er trällert bisher nur die Hennen an, die bereits verpaart sind und zum Teil auch die anderen Hähne. :nymph4: Aber ich denke, er braucht einfach noch Zeit, um sich einzugewöhnen. Wer gut 17 Jahre nur mit einer Henne zusammen gelebt hat, für den ist so ein Schwarm sicher eine starke Umgewöhnung.

      Etwas kritisch war sein Verhalten abends im Käfig. Max ist ein sehr wendiger und schneller Kletterer. Er hat die Angewohnheit den Abend auf der linken Seite des Käfigs zu verbringen und wenn er merkt, dass ich das Licht ausmache auf die andere Seite zu klettern. Diese „Macke“ hatte er auch in seinem alten Zuhause. Meine Henne Bella (verpaart) hat aufgrund von Rachitis als Jungtier leicht verformte Gliedmaßen und ist entsprechend bedächtig beim klettern und fliegen. Das führte dazu, dass sie panisch vor Max versuchte zu flüchten und dabei oft abgestürzt ist. Auch ihre ganze Körpersprache drückte Angst aus. Das hat mir richtig Sorgen bereitet. Mittlerweile hat es sich etwas beruhigt, ich beobachte jedoch die weitere Entwicklung.

      Alles in allem sind wir jedoch auf einem guten Weg. Ich bleibe gespannt, wie es sich weiter entwickelt.