Kennt jemand Oropharma No-Pick

    • Kennt jemand Oropharma No-Pick

      Guten morgen zusammen,

      ich habe eben dieses Mittel Oropharma No-Pick bei der Körnerbude gefunden und wollte mal fragen ob von euch jemand damit Erfahrungen gemacht hat?
      Mein Yoda beisst sich regelmäßig, schon über Jahre immer wieder den Rücken blutig. War schon bei 2 Vogelspezialisten, keiner weiß warum.
      Er trägt halt auf Dauer eine Halskrause die ich ihm ab und zu ab mache das er sich ausgiebig putzen kann.
      Jetzt meine Frage, ob dieses Mittel vielleicht die Lösung wäre.

      Bin gespannt auf eure Antworten. ^^

    • Ich habe mal nachgeschaut, auf welcher Basis es wirken soll: Es ist ein Bitterspray , soll also geschmacklich vom Rupfen abhalten.
      Da mein Momo "nur" - und so dezent, dass ich ihn nie dabei sehe - rupft und sich darüber hinaus nicht selbst verletzt, habe ich solche Mittel selber noch nicht angewendet
      Was ich von anderer Seite gehört habe, sind diese Bittersprays aber zumindest in vielen (ich will jetzt nicht sagen: den meisten, da ich das zwar vermute, aber nicht sicher belegen kann) Fällen nichts , was die Vögel davon abhalten würde.
      Es gibt diese Sprays schon lange, und wenn sie einen erhblichen Nutzen jäzzen , gäbe es kaum noch Rupfer.

      Gerade, wenn Yoda immer wieder offene Wunden hat, wäre zudem mit dem Fachtierarzt abzuklären, ob die leider nicht in ihrer Zusammensetzung deklarierten Bitterstoffe einer offenen Wunde womöglich auch schaden könnten - da kann ich leider nichts zu sagen.

      Ich fürchte ohnehin, wenn ein Vogel erst soweit in dem Teufelkreis von blutig rupfen, jucken und spannen der Wunden beim Heilen und deshalb wieder blutigrupfen ist, ein unangenehmer Geschmack nicht noch irgendeinen Einfluss haben kann.
      (ich weiß nicht, ob es bei Yoda schon derart schlimm ist, eine Freundin hatte so einen Nymphen - der mit Halskrause dann aber das Fressen eingestellt hat. )

      Die Ursache kann ein lang zurückliegendesTrauma sein, ist ein Vogel erstmal ans Rupfen und/oder zusätzliche Automutilation gewöhnt, ist es schwer, ihn da wieder herauszuholen.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
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      Saint-Exupéry

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karine ()

    • Danke Dir für deine Antwort, dann werde ich das doch mal sein lassen. Yoda hat 2014 damit angefangen ( damals war er noch ganz allein) als ich von heut auf morgen ins Krankenhaus kam und erstmal 2 Wochen weg war. Das hat ihn total psychisch vermurkst. War wie gesagt in Karlsruhe und Bad Dürkheim bei den Fachärzten. Die hatten mir dann irgendeine Medizin gegeben, wo Yoda nur noch apathisch da saß. Daraufhin hab ich die Halskrause bekommen. Mit dieser lebt er seitdem wie vorher ohne Einschränkung. Wenn ich sie abmache das er sich ausgiebig putzen kann und ich höre das er anfängt zu jammern beim Putzen lege ich sie gleich wieder an, bevor er sich blutig pickt. Das mache ich jetzt schon über Jahre. Dachte halt nur mit diesem Mittel hätte ich ihm die Halskrause ganz ersparen können.
    • Ach, mensch - ja, das scheint ein echter "Klassiker" zu sein für Eigen- oder Fremdaggression , diese Kombination aus Fehlprägung und Verlusterfahrung.
      Ja, ich denke, es ist richtig, so dabei zu bleiben. Würde das Mittel wirken (was ich nach der langen Zeit nicht glaube) könnte es ihn auch beim Putzen ohne Krause einschränken, weil das ja dann auch bitter schmeckt.
      Und könntest Du die Krause tatsächlich etwas länger fortlassen, bestünde die Gefahr, dass er sie dann nicht mehr akzeptiert, wenn er doch wieder blutig rupft - und dann nicht mehr frisst.
      Das ist keine seltene Konstellation und hat den Nymph einer Freundin während der Zwangsernährung das Leben gekostet.
      Ich würde den den derzeit stabilen Zustand deshalb nicht antasten.
      .
      Eine Frage noch aus reinem Eigeninteresse: War er zusätzlich zu dem damaligen Einzelvogeldasein auch noch eine Handaufzucht?
      (würde mich interessieren , ob die schon durch das Fortnehmen von denEltern vortraumatisierten HA-Vögel unter vergleichbaren Bedingugen noch anfälliger für diese Verhaltensweisen sind als "nur" fehlgeprägte Einzelhaltungsvögel aus Naturbrut. )
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    • Ganz schwieriges Thema! Meine Lina rupft sich unter den Flügeln kahl. Das fing an, als keiner meiner Nypmphenhähne Interesse an ihr zeigte. Das war so ca. 2014. Die vogelkundige TA gab Spritzen, die auch meine Nele damals bekommen hat und dann nur wenig später starb (Niere?). Deshalb habe ich dann gesagt, lieber eine unter den Flügeln nackte Lina als eine nierengeschädigte Lina. 2015 zog Filou bei uns ein und ab dieser Sekunde hatte sie ihren Partner, von dem ich oft denke. er liebt sie mehr als sie ihn. Doch hat sie nicht aufgehört. Sie ist sowohl an der Flügelunterseite als auch an den Körperseiten, wo die Flügel aufliegen, kahl. Gott sei Dank allerdings nicht blutig.

      Ich habe keine Ahnung, was ich noch für sie tun könnte. Sie ist eh meine "Angstmaus" - seit 2012 bei mir und immer noch Schiss! Sie darf so sein, wie sie ist. Ich bedränge sie nicht und freue mich, wenn sie mal auf meinem Kopf landet oder ich ein Stückchen näher rücken darf. Keine Ahnung, was sie vorher durchgemacht hat - sie kam mit gestutzten Schwungfedern aus einer etwas ominösen Quelle!

      Wenn du das Spray stresslos auf Yoda sprühen kannst, wäre es ggf. einen Versuch wert. Es sei denn, es schadet auf der blutigen Stelle. Mein Lina müsste ich dafür einfachen, das wäre zu großer Stress.

      Alles Gute für deinen Yoda!
      Grüße von Sylvie & Nymphiebande
      ----------
      Loulou :engel: (01.01.2012) & Momo :engel: (15.12.2012) & Nele :engel: (26.04.2014) & Jipsi :engel: (03.12.2015) & Coco :engel: (02.04.2022)
    • Sylvie schrieb:

      sie kam mit gestutzten Schwungfedern aus einer etwas ominösen Quelle!
      Ach je, das klingt nach Zwangs"zähmung" - sie konnte einfach nicht flüchten und musste sich vermutlich so noch von den früheren Halter*innen anfassen lassen . Was für ein Trauma!
      Es ist schlimm was diesen sensiblen Wesen angetan wird.

      Sylvie schrieb:

      2015 zog Filou bei uns ein und ab dieser Sekunde hatte sie ihren Partner, von dem ich oft denke. er liebt sie mehr als sie ihn. Doch hat sie nicht aufgehört. Sie ist sowohl an der Flügelunterseite als auch an den Körperseiten, wo die Flügel aufliegen, kahl. Gott sei Dank allerdings nicht blutig.
      Wenn sie einmal begonnen haben, ist es verdammtes Glück, wenn sie wieder aufhören.
      Mein Momo wurde 2014 erst von seinem Partner getrennt, um superzahmer Einzelvogel zu werden (Er ist zusätzlich HA) und er ließ sich tatsächlich von jeder/m völlig distanzlos kraulen, hing auch sehr an den beiden Teenie-Töchtern dort.
      Nach ein paar Monaten war er aber nicht mehr erwünscht dort, sein dritter Verlust nach dem Fortnehmen von den Eltern , von seinem Partner und dann noch den Menschen, die ihm etwas bedeutet haben, alles innerhalb seines ersten Lebensjahres.

      Hier hat er sich sofort mit Mumm verpaart, von Menschen will er seitdem nicht mehr gekrault oder anders angefasst werden ( Untersuchung, Medigabe o.ä.).
      Auch er rupft unter den Flügeln - ich weiß nichtmal . seit wann, weil ich ihn nie dabei sehe, ich habe nur irgendwann die kahlen Stellen unter den Flügeln entdeckt, checken lassen und hoffe, es bleibt unblutig und wird auch kein Unterflügelekzem , zusätzlich an den Beinen, das hat dann der Doc noch entdeckt.
      Auch ihn könnte ich nicht ohne massiven Stress für ihn einsprühen, ich lasse ihn ganz damit in Ruhe, nachdem gecheckt wurde, dass es wohl keine körperliche Ursachen gibt.
      Zum Glück hat mein Doc auch nie versucht, ihm irgendetwas dagegen einzugeben oder zu spritzen .

      Es gibt Rupfer die irgendwann mal damit aufhören. Aber bei vielen/den meisten bleibt es auch bei deutlicher Verbesserung der Lebenssituation, also z,B, Verpaarung, bestehen.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
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    • karine schrieb:



      Eine Frage noch aus reinem Eigeninteresse: War er zusätzlich zu dem damaligen Einzelvogeldasein auch noch eine Handaufzucht?
      (würde mich interessieren , ob die schon durch das Fortnehmen von denEltern vortraumatisierten HA-Vögel unter vergleichbaren Bedingugen noch anfälliger für diese Verhaltensweisen sind als "nur" fehlgeprägte Einzelhaltungsvögel aus Naturbrut. )
      Ich habe Yoda von einem Nymphensittich Züchter aus Marnheim. Wenn ich mich richtig erinnere ( sind ja nu schon 17 Jahre) war er gerade zur Abgabe bereit. Muss dazu sagen das ich wirklich jeden Tag bei ihm war und ihn tatsächlich nach 2 Wochen handzahm hatte. Er ist auch jetzt trotz allem immer noch auf mich geprägt. Er lässt sich von Kneesa und Rudi nicht kraulen etc.
      Er ist jedoch das Alpha Männchen und alle müssen sich ihm unterordnen. Egal ob er die Halskrause an hat oder nicht.

      Ich habe derzeit ja auch so einen Kandidaten. Rudi soll angeblich 2 1/2 Jahre sein. Er muss ganz schlimmer vor Erfahrungen haben. Hat bei mir erst frei fliegen dürfen etc.
      So schwer es mir fällt, suche ich doch ein neues liebevolles Zuhause für ihn, da er sich hier mit meinen anderen beiden nicht wirklich wohl fühlt. Auch Knessa ( mein Weibchen) versucht zu Yoda Kontakt aufzunehmen und Rudi mischt immer dazwischen, will aber von Kneesa nichts wissen.
      Ich hoffe ich finde bald den richtigen Platz für ihn. Ist ein wunderschöner Weisskopf.