nymphensittich vererbung , farbschläge

    • nymphensittich vererbung , farbschläge

      Hallo da sich mir immer wieder die frage drängt (nur intresse und nur in der theorie) wenn sich der eine han mit einer der beiden parren würde was für ein farbschlag würde dabei rauskommen, ich habe schon mehrere beispiele angeschaut doch meistens sind es die einfachsten beispiele wo meist nur lutino, wildfarben erwähnt werden und die anderen sind meist sehr komplieziert geschrieben und schwer verständlich deshalb schreibe ich mal hier herein und hoffe ihr könnt meinem intresse abhilfe schaffen ;)
      ich besitze 2 nymphensittich weibchen und einen han,
      0,1 weißkopf perlschecke
      0,1 Albino (richtiger albino mit roten Augen)
      1,0 weißkopf perlschecke (bräunlich)
      Bilder
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    • Dann befriedige ich mal deine Neugier. 8)
      Zuerst mal ist das eine Mädel eine einfache Weißkopf Perle, keine Perlschecke. Der Hahn ist ein zimt perlschecken Weißkopf und der Farbschlag "Albino" ist eigentlich gentechnisch Weißkopf Lutino.

      Sofern keiner der Drei irgendwas im Erbgut versteckt hat das man nicht sieht würde es folgende Farben geben:
      Mit beiden Hennen gäbe es Zimtgeperlte Weißkopf Weibchen, mit der Weißkopf Perle gäbe es Weißkopf geperlte Jungs und mit der Albino gäbe es einfache Weißkopf Jungs.

      Allerdings könnte jeder auch noch irgendwelche versteckten Farben in sich tragen und dann werden die Möglichkeiten sehr viel zahlreicher.
      Liebe Grüße von Iris mit den Kampfsittichen


      :nymph3: :nymph4:
    • Vogelmami schrieb:

      Allerdings könnte jeder auch noch irgendwelche versteckten Farben in sich tragen und dann werden die Möglichkeiten sehr viel zahlreicher.
      Das wär insbesondere bei der Weißkopflutino-Henne so, denn der Vater brauchte ja kein rein wildfarbener Weißkopf gewesen sein, sondern kann auch noch geperlt, gescheckt oder zimt gewesen sein, nur dass das durch das Weiß vom Lutino überdeckt ist.
      Die geperlte Henne kann dagegen weder in zimt noch in lutino spalterbig sein, da geschlechtsgebunden.
      Von den "häufigeren" Farben könnte der Hahn noch spalterbig in Lutino sein, in dem Fall würde es mit Henne eins auch Weißkopflutino-Hennen geben können, mit Henne 2 in beiden Geschlechtern.
      Weil der Vater Schecke ist, würden wohl auch Kopffleckschecken dabei herauskommen können.
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      Antoine de Saint-Exupéry
    • super danke für die schnelle antwort, hat mich schon länger mal interresiert :danke:
      also die 2weibchen sind geschwister, habe gedacht das es bei Weißkopf zwei verschiedene giebt einmal die nur weiß sind mit schwarzen augen (Weißkopf Lutino) und einmal albino (weißkopf mit roten augen)
      mann kann es zwar bei meinem weibchen kaum erkennen da ich sie mit einer spiegelreflexcamera ohne blitz fotografiert habe.
      auserdem habe ich auch mal gelesen das es bei einer verparrung von weißköfen zu sog. lutino glazen führen kann oder würden da irgendweche abnormitäten in erscheinung treten bei so einer kombi. oder bei was für einer kominaton würden in der vererbung fehler entstehen ?
    • Nein, Albino ist kein eigener Erbgang, sondern immer die Kombination aus Weißkopf und Lutino. Die Augen sind bei den Küken immer rot, dunkeln aber leicht nach u.U.

      Wie sehr rot sie beim erwachsenen Vogel aussehen, kann dann auch von der Spalterbigkeit abhängen , z.B. in Zimt oder Schecke , was die Augenfarbe nochmal weiter verändern kann .

      (Schau Dir mal die Augen Deines Hahns bei starkem Lichteinfall oder Blitzlicht an. Die Pupille kann bei ihm schon röter scheinen als bei einem Wildfarbenen ohne Aufhellung in Zimt. Das wird auf amerikanischen Seiten als Weinrot bezeichnet und betrifft nur die Pupille,wie bei ihm hier: )


      Ganz weiße Vögel mit von Küken an dunklen Augen sind maximale Schecken (clear pied) mit womöglich noch irgendwo einem dunklen Federchen. Doch selbst wenn Du das nicht findest, vererben tun sie als Schecken, und können so auch wieder stärker gescheckte Kinder bekommen.

      Ja, klar, bei der Verpaarung von zwei Lutinos wird die Gefahr, dass mehr Erbschäden zutage treten, von denen die Lutinoglatze noch der harmlosere ist, auch größer.

      Also auch bei der Verpaarung von zwei Weißkopflutinos, bei denen genauso das Lutinogen bei der Henne 1x, beim Hahn 2x vorhanden ist.
      (Würde Deine rein weiße Henne mit einem Lutinohahn verpaart , der nicht spalterbig in Weißkopf ist - was Du natürlich auch nicht tun solltest - würdest Du in Weißkopf spalterbige Lutinoküken bekommen: es ist das gleiche Gen. )
      Es ist nun einmal das gleiche Gen, das , nicht mit Weißkopf kombiniert, Lutinos hervorbringt, also die weißgelben Vögel mit den roten Wangen ohne dunkle Zeichnung (von möglichen schwachen Restpigmentierungen der Hähne im Flügelbereich einmal abgesehen)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karine ()

    • Hab ich das richtig verstanden ?
      wenn also 2 Lutinos egal ob normal lutino (gelb mit rotem wangenfleck) oder weißkopf lutino (auch umgansprachlich albino)
      sich parren sind erbschäden vorprogramiert.
      aber in der kombination wie meine beiden hennen und der han wäre rein genetisch gesehen in ordnung ?
      habe auch mal was nebenbei gesehen das wenn sich 2 weisköpfe parren werden die kinder kleiner.

      versteht mich nicht falsch ich will keine vögel aufzihen bzw züchten, finde das eher grausam bzw falsch wenn jemand unerfahrenes vögel großzihen will, weil einfach wissen und erfahrung nicht vorhanden sind und dadurch die armen nur leiden.
      warum mich das ganze intressiert ist weil der hahn anfängt beide anzubalzen, falls also eine der beiden anfängt eier zu legen habe ich mir das thema wie man sich dabei verhällt (mit eier wegnehemen) und komplikationen schon zu herzen genommen.
      aber meine neugier wass würde passiren wenn mann eine der beiden brüten lässt ist schon da (natürlich nur in der theorie)

      danke für eure hilfe :thumbsup:
    • Es freut mich sehr, dass Du betonst, dass Du nicht züchten möchtest, weil in der Zucht von Unerfahrenen verdammt viel schief gehen kann (haben wir in den verschiedenen Foren ja immer wieder: "Hilfe: Eltern füttern nicht mehr, was kann ich tun?") sondern es nur theoretisch wissen möchtest - das geht mir ähnlich mit meinen Weißkopfhähnen und Silberhenne(n).(Bei einer weiß ichs nicht sicher, eigentlich sollte sie wildfarben sein)

      Naja, Dein Hahn könnte auch spalterbig in Lutino sein, das wissen wir nicht, die Wahrscheinlichkeit von Gendefekten wären bei einem reinerbigen Lutino natürlich größer.

      Das mit den kleineren Küken bei reinen Weißkopfverpaarungen weiß ich jetzt nicht, aber es ist schon so, je "enger" eine Linie gezüchtet wird, umso eher kann es eben auch zu Gendefekten oder Verarmungen im Genom kommen.

      Man darf eben nicht vergessen, dass die meisten Farbschläge beim erstmaligen Auftreten erstmal durch Inzucht "gefestigt" wurden, und so Erbfehler in eine ganze Farbe mit hineingezüchtet wurden.

      Züchter in Zuchtvereinigungen, deren Ziel besonders große und vitale Tiere sind, (möglichst auch "perfekt gezeichnet"), züchten deshalb immer wieder auch mit hereingenommenen wildfarbenen, um solche Defekte auszugleichen.

      Ich habe das Gleiche, was Du von den Weißköpfen sagst, in bezug auf die (noch) weniger verbreiteten Silberdominanten gehört, und dass da Züchter bemüht sind, mit der Einkreuzung von Wildfarbenen zu größeren und intensiv gefärbteren Tieren zu kommen.

      (auf der besagten amerikanischen Farbschlagseite hieß es übrigens auch, dass die Glatzenbildung nicht zwingend auf Lutinos beschränkt sei, sondern auch dort auftreten kann, wo andre genetisch verarmte Farbschläge aufeinandertreffen).

      Man muss auch die ganze Art der professionellen Zucht nicht gutheißen - Ausstellungen, Zwangsverpaarungen, immer neue Farbschläge - bei den Wellis sieht man, wie diese immer neuen Farbschläge , also Mutationen, das Durchschnittslebensalter massiv verkürzt haben. Aber das ist ein Thema für sich - und es gibt Züchter, die ja grad dem auch entgegentreten wollen. Und dann gibt es ja auch noch den Standpunkt, dass wir eigentlich gar keine Zucht brauchen, weil es schon genug ungewollte Nymphen gibt, und wir eigentlich bei aller Mühe kaum einmal in der Lage sind, diesen eigentlich Langstreckenfliegern in irgendeiner Form der Haltung wirklich gerecht zu werden. Ich kann bei beiden Richtungen etwas nachvollziehen, aber das wäre wirklich eine Diskussion für sich.

      Man kann auch insgesamt in Bezug auf die Farbschläge gespalten sein. Ich gehöre auch zu denen , die Weißköpfe, und besonders die hellen,ob nun Weißkopflutinos , helle Schecken, Silberdominante, wunderschön finden (und Du hast auch wunderschöne Vögel). Und andrerseits halt zu wissen, dass jede Mutation auch die Gefahr von weniger vitalen Tieren birgt, hier halt besonders häufig bei den Lutinos, wo man schon merkt, die Zahl der erblindeten Vögel ist dort überdurchschnittlich, mir will scheinen, auch der Gefiederprobleme, und irgendwo las ich, auch für bestimmte Organerkrankungen seien sie anfälliger. Da es die Lutinos schon lange gibt, werden wir ähnliches zu andren Farbschlägen vielleicht auch erst in der Zukunft erfahren(?)

      Nochmal zurück zu Dir. Es klingt, als wenn Du Dich schon eingelesen hättest (siehe Eier wegnehmen). Deshalb weiß ich nicht, ob ich Dir etwas Neues sage, (in dem Fall, dass Du es weißt, ist es für die Mitleser) dass man im Idealfall versuchen sollte, es gar nicht erst zu Eiern kommen zu lassen, denn schon das Legen belastet eine Henne ja und kann immer auch zu Komplikationen führen.

      Am besten (wenn auch nicht immer erfolgreich) ist, einem Legen schon im Vorfeld vorzubeugen mit magerem Futter, einer ausreichenden Nachtruhe von 12h, möglichst dem Vermeiden von dunklen Ecken, bei starker Brutigkeit der Reduzierung von Bademöglichkeiten und eventuell auch Frischkost.

      Kalzium (und im Fall von Wohnungshaltung ohne Fenstergitter oder UVB-Beleuchtung auch VitaminD zur Verwertung des Kalziums) sollte aber immer ausreichend zur Verfügung stehen, denn sonst sind Komplikationen, wenn es doch zur Eiablage kommt, eher möglich.
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    • Hallo danke für die kompetente antwort :richtig: :danke:

      Was mein Geschmack von den Farbschlägen angeht finde ich die weißköpfe am schönsten :engel:
      aber da es mitlerweile schon einiges an farbschlägen giebt was gezüchtet wurde kann man das auch nicht mehr grundsätzlich sagen .

      was das züchten oder die züchter angeht sehe ich ähnlich ist ein thema für sich, allerdings finde ich es schlimmer wie viele leute die tiere zu hause halten (muss man sich nur mal bei kleinanzeigen anschauen wie groß die käfige sind und darin sind dann auch noch wellensittich etc.) mann kann da oftmals nur hoffen das sie am tag zumindest mal rauskommen können.

      was das vorbeugen angeht bei mir bekommen sie grundsätzlich da ich sie in meiner wohnung halte fettarme kost und was ich viel wichtiger find das es hochwertiges futter ist und nicht die fertigpackungen aus dem laden mit sonnenblumenkernen etc. frischkost nehmen sie kaum an nur mal hin und wieder karotte, was ich kaum verstehe ist warum kann bademöglichkeiten förderlich sein für die brutigkeit ?
      was der kalcium mangel angeht hab ich eine birdlamp mit uvb sowiso drinnen sollte es aber zu

      aber zum thema brut giebt es ja viele forumseinträge was man machen solte oder besser wie man vorgehen solte kommt ja leider nicht selten vor (und manschmal kann mann es kaum verhindern) und deshalb habe ich mich im vorhinein dort schon schlau gemacht.
    • nico-s schrieb:

      was ich kaum verstehe ist warum kann bademöglichkeiten förderlich sein für die brutigkeit ?
      Nun, das liegt daran, wann in Australien die Nymphen zu brüten beginnen, nämlich mit Beginn der Regenzeit, die ihnen dann perfekt zum Schlupf der Küken ein reichhaltiges Büffet erst weicherer halbreifer, später dann reifenderer Saaten zur Verfügung stellt.
      Und gleichzeitig steht auch Wasser in viel reicherem Umfang zur Verfügung, als das eine Wasserloch, zu dem sich der Schwarm ein-oder zweimal am Tag zum schnellen , übervorsichtigen Trinken traut, weil dort auch die Fressfeinde warten

      Üppiges Wasserangebot suggeriert also Regenzeit - zudem baden/duschen brutige Nymphen oft mehr als ausserhalb der Brutigkeit: in freier Wildbahn , aber auch bei uns, sorgen sie so für die nötige Luftfeuchtigkeit im Nistbereich .

      Um sie nicht brutig werden zu lassen (oder nicht zu brutig), müssen wir den Spagat schaffen, einerseits so gut wie möglich die Trockenzeit zu simulieren , sie andrerseits natürlich nicht wirklich darben zu lassen.
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