Angepinnt Rechtsstreit wegen Aussenvoliere / dringend

    • Rechtsstreit wegen Aussenvoliere / dringend

      Eine Frau im Landkreis Schleswig-Holstein liegt seit 2 Jahren wegen der Haltung Ihrer Nymphen in einer Aussenvoliere im Rechtsstreit mit den Nachbarn. Sie hat den Prozess nun auch in der 2. Instanz verloren, was sie vermutlich der Unwissenheit ihres Rechtsanwaltes zu verdanken hat. Sie wohnt im ländlichen Bereich und dürfte zB auch Ziegen, Schweine, Hühner, Esel u.ä. halten. Kennt jemand einen Rechtsanwalt in der Gegend um Hamburg, der sich für diesen Fall eignen würde? Vielen Dank im Voraus. :wink:
    • Okay, dann komm ich mal offiziell reingedüst und hoffe, keinen Zündstoff für Diskussionen zu bieten.

      Fakt ist, über Sinn und Unsinn mancher Rechtsprechung könnte man sich noch monatelang zerfetzen.
      Da dieser Rechtsstreit bereits über zwei Jahre läuft, lässt rein gedanklich eine friedliche und außergerichtliche Einigung ausschließen. Inwieweit im Vorfeld persönliche Gespräche und Kompromissbereitschaft beider Parteien vorlagen, lässt sich an Hand von Vermutungen und Indizien nicht festlegen. Des Weiteren fehlen territoriale Grundstücksbedingungen und Gegebenheiten der Voliere.

      Soweit zur Theorie, jetzt kommt der juristische Hammer und ist aus unserer Sicht als Vogelhalter eher unangenehm. Aber in über 90 % aller Streitfälle geht es um „Lärmbelästigung“.
      Ja, ihr lest richtig. Streiten sich z.B. Elstern, gibt es schon mal ordentlich Krach. Das geschieht allerdings nicht in unmittelbarer Nähe und ist nur von kurzer Dauer. Anders schaut das bei exotischen Vögeln in Außenvolieren aus, die sind viel tiefer und „ortsgebunden“ angesiedelt. Da hat nicht jeder Nachbar Verständnis, wird er kontinuierlich im Mittagsschlaf gestört.

      Klingt doof, ist aber so. Heimische Tiere wie „Ziegen, Schweine, Hühner …“ geben allgemein vertraute Laute von sich. Fakt ist, starten Nymphensittiche beispielsweise wegen Schreck-Attacken durch, liegt die Schallgrenze jenseits aller Hörgewohnheiten.

      Weitere Details erspare ich mir lieber. Was für uns normal ist, wirkt auf Außenstehende eher störend. Da muss ein Mittelweg gefunden werden, bevor es letztendlich bis zum endgültigen Rechtsstreit eskaliert.

      Vielleicht hilft hier u.U. ein extra Schallschutz?
      :tauben: LG Eddi
    • Ich finde nicht abwegig, was Eddi sagt.

      An den Schallschutz musste ich auch als erstes denken. Falls es nur einen Nachbarn betrifft, zu dessen Seite eine gut schallgedämmte Wand an oder neben der Voliere anzubringen. Kann man ja auch begrünen.

      Teilweise gibt es eben ja auch in ländlichen Gebieten absurde Auflagen, zu welchen Uhrzeiten Hähne krähen dürfen oder nicht, (und dann Stallpflicht haben) oder ob Frösche im Gartenteich quaken dürfen.....................

      Selbst wenn nach 2 verlorenen Instanzen ein fähiger Anwalt die Sache noch rumreißen könnte, der Nachbarschaftsfrieden dürfte hin sein.

      Und das dürfte dann für die Vögel gefährlich werden. Immer mal wieder liest man von aufgebrochenen Volieren, und das sind nicht immer nur Diebe.

      Gerade im Interesse der Tiere dürfte ein einigermaßen gütlicher Kompromiss (sofern es das nach 2 Instanzen noch geben kann) das sinnvollste sein.
      Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
      Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
      Und in entsetzlicher Sorge um den entflogenen Minim im Überlebenskampf ;(
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      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
      Saint-Exupéry