Ungeplanter Nachwuchs

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  • Ungeplanter Nachwuchs

    Hallo zusammen,
    ich habe vorgestern eine Überraschung erlebt. Als ich nach Hause kam, hörte ich aus der Voliere ein ungewöhnliches, leises Piepsen. Meine Henne Putzi hat mit ihrem Hahn Chicko in der Käfigecke ein Ei ausgebrütet. Ein süßes kleines Küken ist geschlüpft. Mein erstes. :kotz: Wie konnte mir das passieren? Wo ich doch lauter Abgabetiere habe und absolut dagegen bin, dass immer weiter "Wandernymphen" in die Welt gesetzt werden. :ka: Tatsache ist, dass schon oft meine Hennen Eier auf dem Käfigboden gelegt haben. Aber diese waren immer unbefruchtet und ich habe sie gleich entfernt. Dieses Mal war ich leider nachlässig und habe zu lange gewartet. Ich dachte es kann ohnehin nichts passieren. :peinlich: Doch jetzt ist es passiert. Das Gelege umfasst noch zwei weitere Eier, die sind aber definitiv nicht befruchtet.
    Die beiden Elterntiere kümmern sich vorbildlich um das Küken. Füttern und hudern es abwechselnd ohne Unterbrechung. Ich habe gleich Aufzuchtfutter besorgt. Und als ich das Kleine zum Wiegen herausgenommen habe, habe ich die Käfigecke mit frischem, sauberen Papier ausgelegt. Denn ich kann ihnen keinen Nistkasten zur Verfügung stellen. Als ich vor Jahren, als ich noch keine Ahnung hatte, einmal einen Nistkasten in die Voliere gehängt habe, gab es wilde Kämpfe unter den Hähnen. Ich musste ihn sofort wieder entfernen und seither hat es keinen mehr gegeben. Sonst müsste ich für jedes Paar einen aufhängen.
    Deshalb müssen sie zurecht kommen, so wie es jetzt ist. Und es klappt ganz gut. Die anderen Vögel bleiben der Käfigecke fern, weil Ihnen das Ganze nicht geheuer ist. So ist die kleine Familie trotzdem recht ungestört. :nymphi: :nymph2: :nymph4: Und falls sich doch einmal einer neugierig nähert, wird er sehr resolut vom Papa verscheucht. Außer um das Wiegen muss ich mich um nichts kümmern, weil die beiden alles vorbildlich machen und das Kleine entwickelt sich gut. Ich werde es natürlich behalten und in den Schwarm integrieren. Und weil es ja nicht flüchten kann, so wie meine anderen Piepmätze, werde ich auch Fotos machen und hier hochladen. :foto:
    Ich habe Mist gebaut und das darf nie wieder passieren. In Zukunft werde ich die Eier wieder sofort und unverzüglich entfernen, auch wenn es mir noch so leid tut. Aber bei allem Ärger über mich selbst muss ich gestehen, dass es rührend ist und mir große Freude macht, die kleine Nymphenfamilie zu beobachten. :schaem:
    Renate und die bunte Nymphenschar
  • Oops. Das war dann wohl ein "Überraschungsei".
    Da ich selber nun auch null Bruterfahrung habe (und ebenfalls nicht vorhabe, sie zu gewinnen, klopfaufholz), ist alles was ich dazu weiß, nun auch nur angelesen bzw. den Erfahrungsberichten anderer entnommen.
    Das mit den Nistkästen machst Du ja richtig, wenn Du entsprechende Erfahrungen gemacht hast. Selbst ohne Kämpfe könnte es auch die andren animieren. Worüber ich grad grüble, ist die Sache mit der Luftfeuchtigkeit. Wenn ich die, die Bruterfahrung haben, richtig verstanden habe, sollte die für ein Kleines höher sein. Das ist wohl bei einem Kasten etwas mehr gegeben als ohne, bei dem aber auch schon weniger als bei einer Naturstammnisthöhle.
    Bei den Papageien und Kakadus aus feuchttropischen Gegenden kann eine zu geringe Luftfeuchte bei den Küken wohl Ärger machen, es kann da zu Zehenabschnürungen kommen.
    Ob und wie häufig das bei Nymphen vorkommt, weiß ich aber nicht.
    Vielleicht weiß da wer anders noch mehr zu und kann etwas dazu sagen? Und hätte evt. auch eine Idee, wie man das für diesen Fall hinbekäme, dass das Küki es nicht zu trocken hat?
    Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
    Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
    Und in fassungsloser Trauer um Minim ;(
    __________________________

    Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast
    Saint-Exupéry
  • Hoppla, das war wohl mehr Osterfeeling als geplant. ;)
    Solange die Eltern prima versorgen ist deine Hauptaufgabe eigentlich beobachten und geniessen.
    Je mehr du eingreifst um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass du Probleme erst verursachst.
    Solange sich das Kleine weiterentwickelt ist auch tägliches wiegen nicht nötig.
    Je größer es wird umso mehr "Dreck" macht es auch. Wenn du die Ecke sauber machen musst ist das die Gelegenheit um den Mini genauer anzusehen und eben auch zu wiegen.

    Brütende / aufziehende Nymphis baden und duschen meist sehr gerne. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit oft ausreichend. Ansonsten kannst du auch feuchte Tücher in der Nähe oder am Käfig aufhängen. Ganz so empfindlich sind die Flauscher da zum Glück nicht.

    Für die Eltern kannst du Kochfutter und Eifutter anbieten. Das erleichtert ihnen die Aufzucht, birgt aber das Risiko dass die anderen auch brutig werden.

    Ich drücke die Daumen, dass alles ohne Probleme weitergeht.
    Liebe Grüße von Iris mit den Kampfsittichen


    :nymph3: :nymph4:
  • Danke schon mal für die Tips. Das ist ja für mich totales Neuland. Ich habe ja einen Venta Luftwäscher der auch die Luftfeuchtigkeit erhöht. Der ist über Zeitschaltuhren und Hygrostat gesteuert. Ich werde die Zeit verlängern und die erforderliche Luftfeuchtigkeit erhöhen. Außerdem kann ich zusätzlich nasse Tücher über den Heizkörper hängen. Das sollte dann kein Problem sein für das Baby.
    Renate und die bunte Nymphenschar
  • Vielleicht solltest Du Dir dann auch für alle Fälle Handaufzuchtfutter besorgen für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass in der Versorgung durch die Eltern etwas dazwischen kommt.
    Nach dem Motto: das worauf man vorbereitet ist, tritt nicht ein.
    Die Chaostruppe: Momo :flug: Mumm :flug: Merlin :flug: Motte :flug: Maya :flug: und ihre Federlose
    Unvergessen: Murmel, Tweety, wo immer Ihr seid - Lucky :engel: 2015?-2016, ewig im Herzen <3 Merline :engel: (2005-2013) <3
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von karine ()

  • Ich habe die Eier gegen das Licht gehalten. Sie sind ganz durchscheinend. Und greifen sich so leicht und zerbrechlich an. Außerdem hätte ja schon das nächste Küken schlüpfen müssen, wenn es denn so wäre. Aber wegnehmen ließen sie mir die Eier nicht. Da haben sie gleich zu suchen begonnen und ich hatte Angst, dass sie das Küken vernachlässigen. Da hab ich Ihnen die Eier wieder gegeben. Ich hoffe nur, dass nach diesem Küken Schluss ist und das Kinder kriegen nicht in Mode kommt. Aber bisher war immer nach ein paar Eiern Schluss mit der Legerei.ich muss einfach konsequent sein und schnell mit dem Entfernen. Und ich werde mir viele neue Sachen einfallen lassen für die Voliere, damit sie auf andere Gedanken kommen. :hammer:
    Renate und die bunte Nymphenschar
  • karine schrieb:

    Vielleicht solltest Du Dir dann auch für alle Fälle Handaufzuchtfutter besorgen für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass in der Versorgung durch die Eltern etwas dazwischen kommt.
    Nach dem Motto: das worauf man vorbereitet ist, tritt nicht ein.
    Werde ich sicherheitshalber machen. Danke für den Hinweis. Aber sie füttern wirklich so brav. Ich bin ganz begeistert.
    Renate und die bunte Nymphenschar
  • Alles, alles Gute für die kleine Familie! :clap:
    Das mit dem Herausnehmen und Wiegen würde ICH die ersten Tage nicht machen. Erstens ist es eine Störung, zweitens bekommt das Kleine dabei (auch wenn nur ein wenig und kurze Zeit) kühlere Luft ab. Gerade wenn kein Nistkasten zur Verfügung steht, ist die konstante Wärme wichtig.
    Und die Luftfeuchtigkeit...na ja...hat meine Nymphen bislang nie interessiert :vogel: . :pfeif:
    :nymphi: :nymph1: :nymph2: :nymph4: :nymph3: :nymph1: :nymphi:
  • Gekochten Reis bekommen meine sowieso immer. Und hart gekochten Eidotter gebe ich Ihnen auch. Dazu das Aufzuchtfutter aus der Vogeltierhandlung. Der Kropf vom Baby ist so voll, dass es aussieht, als ob er gleich platzt. Und das Küken hat schon von 3 g auf 7 g zugenommen. Ich bin ganz stolz auf die braven Nympheneltern. :knuddel:
    Renate und die bunte Nymphenschar