Nasentropfen geben

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    • Nasentropfen geben

      Hallo,

      einer meiner Nymphensittiche soll Nasentropfen täglich bekommen, um die Nasengänge zu spülen.
      Ich habe die Lösung in einer kleinen Flasche bekommen, ohne Tropfer.
      Um es etwas leichter zu machen, habe ich einen Aufsatz von einer Augentropfenflasche genommen und gut gespült.

      1 Tropfen in jedes Nasenloch, der Vogel "stand" dabei und hatte den Kopf leicht angehoben.

      Danach hatte er starke Atembeschwerden, es schien direkt in die Lunge gelaufen zu sein...
      Er nieste und überstreckte den Kopf, atmete schwer, ein leichtes Knacken war zu hören.

      Ich machte mir große Vorwürfe.

      Gegen Abend atmete er wieder normal, auch heute scheint er keine Probleme mehr zu haben.

      Ich habe überall nach einer Anleitung gesucht, wie man die Tropfen verabreicht, ob es mein Fehler war... ich fand nichts, hat da jemand etwas zum nachlesen?

      Andere Möglichkeit wäre, daß die Tropfen an sich zu groß waren.... gibt es da einen Trick ?
      Mit der Spritze hatte ich eher die Befürchtung, daß man aus Versehen zu stark drückt ( der Hub ist ja nicht immer gleich leichtgängig) und genau das passiert, was gestern geschah.

      Ich möchte auf keinen Fall nochmal das gestrige wiederholt sehen... hat jemand Tips/ Anleitungen?

      Liebe Grüße, Verena
    • Hallo,

      ja, er ist definitiv vogelkundig. :)
      Dr. Marko Legler, TH Hannover.

      Der Vogel ist dort bekannt, ein Pflegefall, ihm wurde dort sogar schon 2x das Leben gerettet.
      Ich vertraue diesem Arzt bedingungslos.

      Nach einem Agarponidenangriff in einem früheren Heim, wurde er in der Th wieder aufgepäppelt und kam dann über eine private Vermittlung zu mir, wo sich herausstellte, daß die weiterführende Pflege der Übergangsstelle falsch war.
      Wieder TH, gerade noch rechtzeitig....

      Nun ist er bei mir, ein lebenslanger Pflegefall, aber es geht ihm soweit gut.
      Ist eben nur eine aufwändigere Pflege.

      Da sich aufgrund seiner dauerhaften Verletzung immer wieder die Nasengänge schliessen, soll ich regelmäßig spülen.
      Durch das verletzte Auge fließt leider permanent Tränensekret in die Nasengänge, was diese dann verklebt.

      Bei all den Untersuchungen ( es waren 4 Vögel an diesem Tag), habe ich ganz vergessen zu fragen, ob ich auf etwas bestimmtes achten soll. :(

      Daher dachte ich, daß jemand hier Erfahrungen hat und mir einen Rat geben kann.
      Dann werde ich morgen dort anrufen und nachfragen.

      LG Verena
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    • Hallo Verena,

      toll, dass Du Dich um den kleinen Spatz so kümmerst.

      Ich habe einen älteren Nymph (21) bei dem sich die Nasenlöcher immer wieder zu setzten. Allerdings ist das sicherlich ein anderer Hintergrund. Ich nehme Kochsalzlösung und tropfe auf das verschlossene Nasenloch - es steht dann richtig auf dem verschlossenen Nasenloch - und warte ein bisschen, bis sich das verfestigte Rotzi etwas löst und wische dann mit einem Küchenkrepp die Nase sauber. Manchmal läuft da auch was in den Rachen und er niest auch, aber nicht so gravierend wie bei Dir.

      Ist denn seine Nase zu oder sollst Du grundsätzlich spülen? Bei freien Nasengängen läuft es sicher schnell durch!

      Meine Tierärztin macht es sogar so, dass sie mit einer leeren Spritze das angelöste Sekret wieder absaugt (aber sie hat ja auch eine Helferin und somit beide Hände frei). Allerdings scheint er das noch mehr zu hassen als meine Variante.

      Vielleicht hilft Dir diese Beschreibung.

      Alles Gute für Deinen Schatz.
      Grüße von Sylvie & Nymphiebande
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      Loulou :engel: (01.01.2012) & Momo :engel: (15.12.2012) & Nele :engel: (26.04.2014) & Jipsi :engel: (03.12.2015)
    • das ist wirklich mutig! Finde ich toll, dass Du Dich seiner angenommen hast. Wie Du jetzt den Fall beschrieben hast, da würde ich eigentlich auch denken, dass man den Tropfen auf das Nasenloch gibt und zwar am besten mit einer Spritze (natürlich ohne Nadel) oder einer Pipette. Beides bekommst Du ja in der Apotheke. Vielleicht braucht es nur etwas Übung, dass es nicht zu viel und nicht zu wenig ist... ein Tropfen kann ja ganz schön groß sein, wenn ich mir so die kleinen Nasenlöcher anschaue!
    • Hallo Ihr beiden...

      ja, er fordert schon recht viel Pflege und ich mußte auch den restlichen Schwarm leider umstellen, zudem habe ich für ihn und seine (nachträglich extra für ihn gesuchte) Henne (auch Abgabe, flugunfähig, so gut wie blind) eine Voliere angeschafft, vorher waren alle frei im Zimmer.

      Die beiden können jedoch nicht mehr (richtig) fliegen und müssen so geschützt werden.
      Das war am Anfang absolut nicht so geplant, aber letzendlich ist Zappelbär da und ich pflege ihn, bis er mir zeigt, daß er nicht mehr mag.
      Aber solange... :tauben:

      Ich frage morgen auf jeden Fall nochmal in der Tiho nach und werde mich dann mal nach einer feineren Pipette umsehen, so daß wirklich nur noch sehr wenig rauskommt.

      Das Auge bedarfte ja auch etliches an Übung und auch Erfahrung, wann und wie ich es reinigen muß, bzw. wann ich die Federn außen rum wegschneide, damit sie nicht ins Auge gelangen und es verstärkt tränt.

      Da bekomme ich das auch hin...ich möchte halt nur nicht, daß er noch mal so eine Erfahrung machen muß, das sah schlimm aus.
      Er hatte heute richtig Angst vor mir... ;(

      Danke Euch, liebe Grüße, Verena
    • Hallo Verena,
      ich habe auch schon Nasenspülungen beim Nymph durchgeführt. Wichtig ist, dass du den Vogel dabei mit dem Kopf nach unten hälst, auf keinen Fall aufrecht - dann kann eben Flüssigkeit in die Lunge laufen. Ich halte meinen fast senkrecht mit dem Kopf nach unten und drücke dann eine 2ml-Einwegspritze mit Kochsalzlösung gegen ein Nasenloch und drücke dann mit Druck das Wasser durch, das dann im Idealfall zum anderen Nasenloch wieder herauskommt. Wichtig ist auch, dass die Nasenlöcher zuvor frei gemacht wurden. Bitte lass dir unbedingt zeigen, wie du richtig spülst, wenn der Vogel Wasser in die Lunge bekommt, kann das schnell tödlich enden.

      LG, Petra